Neuer Vortrieb

Samstag again. Auch der Januar hat es inzwischen fast hinter sich, es ist allgemein warm, bös‘ feucht, und teilweise doch etwas arg böig, aber so isser halt, der Sommer hier. Für diese Woche hatte Windy.ty in Richards Bay knapp 150L Regen/m² vorausgesagt, und so ganz viel wird daran wohl auch nicht gefehlt haben. Mein Dinghy hat jedenfalls in der Zwischenzeit ein Upgrade durch eine automatische Bilgenpumpe erhalten, nachdem es nach einigen Nächten mit ergiebigem Regen durch das spontane Zusatzgewicht von diversen 100L Wasser nacheinander drei der vier Plastik-Umlenkrollen an den Davits zerbröselt hatte. Mittlerweile sind sie zwar alle durch etwas stabilere ersetzt, aber sicher ist sicher.

Auch einen neuen Triebling habe ich dem Dinghy gegönnt: Nachdem ich eine Weile damit geliebäugelt hatte, den rappeligen 2.3PS Honda durch irgendwas leiseres in der 4-6PS-Klasse zu ersetzen, darf er noch eine Weile an der Reling baumeln. Stattdessen habe ich hier einen vergleichsweise günstigen Elektro-Außenborder erstanden, der den Kahn in Verbindung mit der uralten mitgebrachten 105Ah AGM-Batterie immerhin auf gut 6 Km/h bringt, solange nicht übermäßig Wind herrscht. Für das rumkurven im Hafen und zu gelegentlichen Angeltrips völlig ausreichend und deutlich nervenschonender. 🙂

Schneller als rudern und leichter und leiser als der Honda: WaterSnake Venom 44SX. Nur die 30Kg-Batterie ist ein wenig zu unhandlich, um öfter rein- und rausgewuppt zu werden, da muß noch irgendeine andere Lösung her…

Was die Angelei angeht, herrscht allerdings seit Monaten eigentlich Funkstille: Obwohl Anfang der Woche das erste Mal seit langem wieder ein kleinerer Schwarm Razorbellies durchzog und ich innerhalb von ein paar Minuten fünf Stück im Setzkescher hatte, war deren späterer Einsatz als Köderfisch doch recht unergiebig. Nicht ein einziger brauchbarer Fisch seit Wochen an der Angel…

Dafür war dank des teilweise tagelangen Regens und zwischenzeitig deutlich niedrigeren Temperaturen mal wieder Zeit und Gelegenheit, ein wenig in der Küche rumzurötchern: Neben Eintopf gab es dann auch Hähnchen-Curry, mal mit Butter-Roti als Beilage, mal als Wrap in einer Tortilla.

Nachdem das letzte eingekaufte Filetstück schon seit mindestens November in der Gefrierbox lauerte, ging es heute daran, dessen  Essbarkeit nach dieser Zeitspanne anzutesten:  Funktioniert, auch wenn diese Box bei den hiesigen Sommertemperaturen höchstens noch -7°C schafft, statt der eigentlich bei Vollgas zu erwartenden -18.

Tagesmenü: Filet mit Reis, einer Zwiebel-/Fetasauce und selbstgeschnitzten Kartoffelsalat.

Und dann war da noch: Der weißgepunktete Kugelfisch in meiner direkten Nachbarschaft, der mir gestern erstmals aufgefallen war, als er an den Bewohnern meines Schwimmstegs rumknabberte. Mit knapp 20cm zwar noch ziemlich weit von seiner Maximalgröße entfernt, aber trotzdem schon ganz schön laut, wenn er so an den Muscheln rumknuspert.

Whitespotted pufferfish (Arothron hispidus)

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