Wasserversorgung

Die ursprünglich mal eingebaute Wasserversorgung war von der rustikalen, um nicht zu sagen, rudimentären Art:

In jedem der beiden Kiele sitzt ein einlaminierter GFK-Tank mit 300L Kapazität. An diesem war beim Kauf jeweils eine mit dem Fuß zu betätigende manuelle Pumpe angeschlossen, die zum einen das Waschbecken in der Pantry, und zum anderen das im Bad bedienten. Wenn man warmes Wasser zum Abwaschen brauchte, mußte man es halt im Kessel auf dem Gasherd erwärmen, warm waschen oder gar duschen war nicht vorgesehen.

Klar, damit kommt man natürlich auch um die Welt. Generationen von Seglern hatten nix anderes, und in meiner VirginWood ist das bis heute noch genauso. Da ich aber auf diesem Kahn nun eine ganze Weile wohnen werde, durfte es durchaus ein wenig mehr Komfort sein, ich bin nun mal bekennender Warmduscher,  und so habe ich Anfang 2019 eine Druckwasseranlage mit je einer separaten elektrischen Pumpe pro Tank eingebaut, die über Vorfilter und Aktivkohlefilter in eine gemeinsame Leitung fördern und von da aus  Pantry, Bad und die neu installierte Heckdusche mit Wasser versorgen. Hahn auf, Wasser Marsch! Es leben die Errungenschaften der Zivilisation 🙂

Bei Bedarf sogar mit warmem, da zusätzlich noch ein 25L großer Boiler mit reingekommen ist, der nicht nur über 230V, sondern auch über die Abwärme des Motors Wasser erhitzt. Da der Boiler zusätzlich noch eine weitere Warmwasser-Spirale hat, könnte ich mir sogar noch ein Solarthermie-Panel aufs Dach schrauben, wenn es sowas in passender Größe gäbe, und mein Warmwasser direkt von der Sonne erwärmen lassen.

Da Süßwasser an Bord eines Segelbootes nun mal eine ziemlich begrenzte Resource ist und der Wasserverbrauch mit einer Druckwasseranlage gegenüber der früher verbauten Fußpumpen-Lösung erfahrungsgemäß deutlich ansteigen wird, habe ich eine Seewasser-Entsalzungsanlage (Seafari Escape 400) mit einer Produktionskapazität von 60L/h eingebaut. Wenn ich die alle zwei Tage für eine Stunde laufen lasse, sollte das theoretisch meinen Wasserbedarf schon mehr als decken.

Und wenn nicht, läuft sie halt eineinhalb oder zwei Stunden. Das Ding braucht laut Datenblatt 12V/33A aus der Batterie, zumindest theoretisch könnte ich also komplett leere Tanks über Nacht (10h) wieder auffüllen, ohne den LiFeYPo-Pack um mehr als 85% zu entladen. Sinnvoller ist es natürlich, damit morgens anzufangen, damit Solarpanels und Windgeneratoren den Ah-Verbrauch direkt wieder ausgleichen können.

 

<- Energieversorgung                Sicherheit ->
%d Bloggern gefällt das: