Es geht voran! Inzwischen sind die beiden Stauräume unter der Koje geschliffen und haben den ersten bzw., nachdem endlich die bestellte Bilgenfarbe eingetrudelt war, schon zweiten Anstrich hinter sich, was dem Ganzen doch schon ein deutlich freundlicheres Aussehen verleiht, als wenn man auf nacktes, päkiges und 25 Jahre altes GFK blickt.

Rohzustand nach dem Leerräumen

Wenn ich jetzt noch ein paar meiner mitgebrachten LED-Bänder auseinanderschnippele und daraus eine indirekte Bilgenbeleuchtung bastele, stehen die Chancen gar nicht schlecht, in diesen so geschaffenen Stauräumen auch mal irgendwas darin untergebrachtes wieder zu finden.

Vordere Bilge zweimal, hintere erst einmal getüncht.

Regen und Wind war gestern, heute war’s wieder hinreichend warm. Bei verrammelter Hütte schafft es die Klimaanlage aber immerhin, die Innentemperatur auf unter 31°C zu halten, im Vergleich zu draußen war das schon ziemlich angenehm. Simon hat den Tag heute wieder in der Bilge verbracht, während ich zunächst mal damit beschäftigt war, den Landanschluß wieder zum funktionieren zu bringen. Einer von uns hatte wohl gestern das Kabel halb abgetreten und somit für einen Wackelkontakt im Stecker gesorgt, der alle paar Minuten den Strom ausfallen ließ.

Wird Zeit, daß ich endlich meine CEEE-Dose einbaue und das ganze Gerödel auf die endgültige Version mit dem Umschalter zwischen Landanschluß und Generator umbastele. Vorverdrahtet habe ich sie heute immerhin schon mal.  Durch das 20cm durchmessende Inspektionsluk im Cockpit, durch das derzeit noch das Kabel ins Bootsinnere geführt ist und das nur von Brad zugetaped worden war, nachdem darüber eine Katze eingedrungen war und sich hier häuslich niedergelassen hatte, haben es gestern nämlich ungefähr 3L  Regen in das Schapp mit der gesamten 230V- und 12V-Elektrik geschafft.

In den nächsten Tagen soll nun wohl auch die Gasleitungs-Installation vonstatten gehen. Danach kann ich dann endlich die ausgesägten Wände wieder einlaminieren und wenn dann noch die Steuerbord-Achterkabine neu gepinselt ist (die Simon gestern immerhin schon mal von loser Farbe befreit und teilweise geschliffen hat), sind immerhin zwei der vier Kabinen eigentlich so gut wie fertig. Abgesehen davon natürlich, daß keine Matratzen mehr vorhanden sind. Aber das sollten ja eh bessere Stauräume und keine Gästekabinen werden.

Gegen Mittag rief mich Rob an. Nicht Rob, der Gasmann, sondern Sandy’s Mann vor Ort, der heute meine Segel mitnehmen sollte. Er sei jetzt auf dem Gelände, könne mich  aber nicht finden. Öhm, ja? Als ich vom Boot geklettert war, sah ich ihn 10m entfernt direkt neben dem Sharan stehen…

Sandy hatte ihm Thelxinoes Standort wohl als „der Dean Katamaran neben True North“ beschrieben, so wie ich ihr das damals mitgeteilt hatte. Schade eigentlich, daß True North schon seit Wochen im Wasser ist 🙂 Wir haben dann die beiden Segel aus dem Sharan umgeladen, auf das sie vom Groß wenigstens die passenden Maße abnehmen können, bevor ich irgendwas bestelle, was gar nicht an meinen Mast oder Baum paßt.

Was das andere für ein Segel ist, blieb einigermaßen unklar. Als ich das letzte (bzw. einzige) Mal 2015 in diesen mit „SS“ (vermutlich für „StormSail“) beschrifteten Segelsack gesehen hatte, war darin ein orangefarbenes, ungebraucht aussehendes  Segel. Entweder eine Sturmfock, oder ein Sturm-Großsegel (Trysail). Jetzt war ein weißes Segel mit Reffreihen und Stagreitern aus leicht angegnaddelter Bronze drin.

Keine Ahnung, wo das Ding herkommt. Auf mein Boot paßt es jedenfalls nicht, da ich zwei Rollreffanlagen verbaut habe. Vielleicht hat derjenige, der meinen ganzen Krempel geklaut hat, es als Kompensation dagelassen, weil er mein Sturmsegel besser gebrauchen konnte.