Archiv der Kategorie: Basteleien

Lockdown, Tag 194

Die Ausfallserie hier nimmt irgendwie kein Ende: Hatte es letzte Woche meine Backbord-Druckwasserpumpe nach nur 1 1/2 Jahren im Einsatz endgültig zerlegt und eine spontane Ersatzbeschaffung erfordert, war diese Woche das Radio an der Reihe. Vor knapp fünf Jahren mitgebracht und hier eingebaut, war dieses Fusion AV700i so ziemlich das teuerste „Autoradio“, das ich in meinem Leben bis dato gekauft hatte. Zugegeben, das Ding ist gut, hat einen prima Sound selbst mit den Einfach-Lautsprechern an Bord, und läßt sich mit der entsprechenden App über iphone/ipad und Android-Handies, sowie über den NMEA2000-Anschluß auch über die vernetzten Garmin-Plotter bedienen, was einer der Hauptgründe war, überhaupt soviel Geld auszugeben.

Seit gestern Morgen ist es tot. Vorgestern abend noch ganz normal ausgeschaltet wie jeden Abend, tut es seit Montag keinen Mucks mehr. Spannung kommt an, Sicherung ist ok, nur einschalten mag es sich nicht mehr. Echt toll …  Lockdown, Tag 194 weiterlesen

Lockdown, Tag 191

Gestern war Tag der deutschen Einheit. Nicht, daß das hierzulande irgend jemanden großartig interessiert hätte, hier war das ein ganz normaler Samstag. Er fing sonnig an, und pünktlich dreißig Minuten nachdem ich meine Maschine voll Wäsche aufgehängt hatte, bewölkte es sich, und kurz darauf fing es an zu regnen. Bestimmt hört das auch irgendwann wieder auf, also habe ich sie einfach hängen gelassen. Aufgefallen ist mir der Feiertag eigentlich nur durch zwei Dinge: Zum Einen kam die Wochenendausgabe der Zeitung schon am Freitag, und ebenfalls gestern bekam ich Post von Dr. Martin Schäfer.

Den kennt Ihr nicht? Ich bis dato auch nicht, bevor ich hierher kam, aber Lockdown, Tag 191 weiterlesen

Lockdown, Tag 188

Hier ist man echt vor nix sicher: Am Samstag Nachmittag gab es, neben ein paar kleineren Beben in der Kap-Region, im Meer rund 1600Km südlich von Port Elizabeth ein Erdbeben der Stärke 6.2 in 10 Km Tiefe. Hier an Bord war davon nichts zu spüren, und da ich davon auch erst Sonntag morgen gelesen habe, ist ein eventuell aufgetretener Tsunami unbemerkt unter mir durchgelaufen. Kann dann aber so ganz hoch wohl auch nicht gewesen sein, falls es überhaupt einen gab.

Mittwoch nieselte es bei 22 Grad so leise vor sich hin,und eigentlich hatte ich nicht wirklich mit Besuch gerechnet, aber überraschend standen gegen 11h dann doch Jaques und sein Hiwi Sipho vor dem Boot und brachten nicht nur die Roh-Version meiner Behelfsdavits quasi „zur Anprobe“ mit, die sie aus dem übergebliebenen 50mm-Edelstahlrohr gebastelt hatten, das ich ihnen in der Vorwoche überreicht hatte, sondern hatten auch Werkzeug dabei, um nun endlich am Mast weiter zu arbeiten. Nach mehrfachem Rauf und Runter am Mast, hatten wir immerhin drei neue Fallen eingezogen und die Genua in den Furler eingefädelt, und auch  der Radarreflektor sitzt angenietet endlich da, wo  er hingehört.

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Lockdown, Tag 183

Ein halbes Jahr Lockdown ist rum. Länger, als irgendjemand hier je geglaubt hätte. Immerhin werden nächste Woche die Beschränkungen für internationale Flugreisen aufgehoben, also habe ich vorgestern einen Flug gebucht,  und werde ab übernächster Wochen einen Monat in Deutschland rumhängen, bevor die zweite Welle in Europa erst dafür sorgt, daß ich nicht mehr hinkomme. Schätze, nach einem Jahr und allem, was in der Zwischenzeit so passiert ist, wird es dringend Zeit, hier mal für eine Weile die Tür abzuschließen, und was anderes zu sehen.

Hier ist Winter-Ausklang angesagt. Das Wetter kapriolt von einem Tag zum nächsten zwischen 17 und 40°C und wieder zurück, und ist nur begrenzt angenehm. Gestern saß ich bei über 39°C den größten Teil des Tages im Cockpit und habe höchstens Kleinkram gebastelt und ansonsten so vor mich hingeschwitzt, heute sind gerade mal 19°C und Nieselregen. Bloss wech hier …

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Lockdown, Tag 178

Mysterien und Skurilitäten einer Woche:

Irgendwie hatte ich die ganze Woche nicht wirklich Hunger, und so beschränkte sich die kumulative Nahrungsaufnahme der letzten 7 Tage auf eine Handvoll Cornflakes morgens, zwei Scheiben normal belegten Toast abends bzw. Dienstag mal Pizza, und am Donnerstag fanden sich noch vier „Beef-Sizzlers“, kleine Bratwürste, halb so groß wie eine normale  Bratwurst, im Kühlschrank, die weg mußten und inclusive eines Ciabata-Brötchens die einzige weitere warme Mahlzeit der Woche bildeten.  Keine Schokolade, keine Chips, keine Cola (naja, doch, eine am Donnerstag zum Essen). Ansonsten nur schwarzen Kaffee ohne Zucker und Sodastream-Wasser mit einem Spritzer Fruchtsaft und ein paar Eiswürfeln und zwischendurch mal ein paar Weintrauben, eine Nektarine oder die obligatorische Banane in den Cornflakes.

Mag mir mal irgendjemand erklären, wie ich es geschafft habe, davon im Laufe einer Woche eineinhalb Kilo zuzunehmen? Ist ja schön, daß mein Metabolismus scheinbar ziemlich adaptionsfähig ist, und ich im Ernstfall wohl nicht so schnell verhungern werde, aber wenn man eigentlich versucht, an Gewicht zu verlieren, ist das eine durchaus kontraproduktive Fähigkeit :motz:

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