Schmale Kost

Falls sich der ein oder andere wundern sollte, wieso hier fast eine Woche lang nix mehr kam: Die letzten Tage waren eigentlich dermaßen unspektakulär, daß ich wirklich nicht wußte, was ich dazu schreiben sollte. Am Boot ist herzlich wenig passiert, außer daß ich endlich den Ausschnitt in der  Koje  vergrößert, mein Brett eingebaut und dann den übelst unhandlichen Boiler an seinen Platz verfrachtet habe, auch wenn er bislang weder an Strom, noch an Wasser angeschlossen ist. Was eine Asterei …

Simon war schon seit Freitag und bis einschließlich heute zusammen mit einem Dutzend anderer HiWis auf Jannies Geheiß an irgendeinem anderen Kahn im Express-Einsatz, den sie nun endlich heute abend mit der Flut wieder ins Wasser geschafft haben. Somit habe ich dann zwar meinen Backbord-Wassertank schon mal geschliffen und den Riß mit einer ersten Lage Epoxy verfüllt um ihn wieder dicht zu kriegen, am Steuerbord-Tank ist allerdings nichts mehr passiert, seit ich einen halben Tag auf dem Bauch liegend versucht habe, die von irgendwem mit Silikon zugekleisterten Nähte freizulegen.

vorher
geschliffen und schon mal gefüllert, bevor das zulaminiert wird.

Das überraschendste Ereignis der letzten Woche war noch, daß ich mein J7 tatsächlich am Freitag funktionsfähig zurück erhalten habe. Hat nun zwar umgerechnet 45,-€ gekostet, weil sie das vier Wochen alte Frontpanel samt Touchscreen erneut abfrickeln mußten und es dabei selbstverständlich zerbröckelt ist, aber wenn ich die Alternative „Telefon per UPS oder FedEx nach Deutschland schicken, um die Garantie in Anspruch zu nehmen“ betrachte, wäre das mutmaßlich auch nicht nennenswert billiger gewesen und hätte eher Wochen statt Tage gedauert, also was soll’s.

Zu Essen gab  es diese Woche Huhn. Dienstag oder so, als ich wieder mal in der Mall nach dem Stand der Dinge bezüglich des Handies angefragt hatte, sprang mir beim Checker’s nebenan die Auslage mit den ganzen Grillhühnern ins Auge, und ich ließ mir eins eintüten. So ein gegrilltes und gut gewürztes Viech kostet hier gerade mal 62R und war groß genug, daß ich drei Tage lang mit nix als  jeweils zwei Scheiben Toast als Beilage davon satt geworden bin. Wobei sich, zugegeben, meine Eßgewohnheiten seit Andis Abflug deutlich geändert haben. Hier gibt’s jetzt nur noch entweder zwei Scheiben Toast zum Frühstück, oder alternativ ein paar Cornflakes. Damit komme ich üblicherweise durch den Tag. Nachmittags zu einer Tasse Mokka zwei bis drei von „Oumas Buttermelk Rusks“ (Zwieback-ähnlich) oder alternativ einen Joghurt mit ein bischen Obst drin, und dann kann ich mich bei den derzeitigen Temperaturen meist abends nicht mal mehr aufraffen, noch irgendwas zu kochen und belasse es dabei. Geht auch, irgendwie…

Heute hatte ich den Mokka und die Rusks weggelassen, weil es schlicht zu warm war, und als ich gegen 18h vom Duschen wiederkam, hatte ich schon leichte Magenschmerzen vor Hunger. Bin dann zu Porky’s in TuziGazi (andere Seite des Yachthafens) gefahren und habe mir eine „medium sized“ Seafood-Pizza bestellt. Nach 3/4 davon habe ich aufgegeben und den Rest zurückgehen lassen. Sowas ist mir bei einer normal großen Pizza auch noch nicht passiert, schon gar nicht, wenn ich den ganzen Tag nur zwei Scheiben Toast zum Frühstück hatte. Demnächst muss ich dann wohl die Rentner-Portion bestellen 🙂

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