Dodger-Bau, Tag 3

So allmählich nimmt das Ding Form an. Momentan zwar noch überwiegend mit Spaxschrauben und Heißkleber zusammengehalten, kann man inzwischen die geplante Form einigermaßen erkennen. Abgesehen davon, daß natürlich auch in diesem Bereich keinerlei Symmetrie am Boot gegeben ist (schon allein der Mastfuß ist um fast drei Zentimeter nach Steuerbord versetzt, wie wir beim anpassen und messen rausgefunden haben), gefällt mir das bisherige Ergebnis schon ganz gut.

Nachdem wir gestern mit der Dachform beschäftigt waren, ging es heute an die Box um den Mast herum und an die Seitenteile. Mit Schablonen aus Pappe und später zugesägten Sperrholzplatten wurde das ganze erstmal fixiert, und wird morgen oder Montag mit Glasfaser soweit zusammengeklebt, daß man das ganze Konstrukt komplett abbauen und transportieren kann, ohne daß es dabei auseinanderfällt. Fertig laminiert und lackiert wird es dann bei Stephen im Workshop. Nur passen muß es vorher erstmal. Derzeit scheinen die Toleranzen bei diesem Werk jedenfalls deutlich geringer zu sein, als beim Rest vom Boot.

Diese seitlichen Dreiecke kommen natürlich wieder weg, sobald die hintere Dachauflage fertig ist. Das sind nur Stützen, damit das Ding im derzeitigen Bauzustand nicht umkippt.

Ursprünglich war angedacht gewesen, die Öffnung um den Mast herum ca. 40cm breit zu machen, was ein Anstückeln an allen Seiten erfordert hätte, da die aktuelle Lücke zwischen den beiden Dachhälften durch auseinandersägen und nach außen verschieben knapp 58cm breit geworden war. Bei näherem drübernachdenken kam ich dann irgendwann auf die Idee, mal in die Garage zu latschen und die Breite meiner Rettungsinsel im Container zu messen:

50cm, perfekt. Bleibt so. Dann kann die Rettungsinsel direkt vorm Mast festgezurrt werden, verschwindet fast zur Hälfte in der Box, und wird eventuell als Gimmick noch mit einem verstärkten Deckel in Sitzform versehen, so daß ich einen Sitzplatz auf dem Vordeck gewinne, ohne erst ein Kissen oder einen Strandstuhl mit nach vorn schlüren zu müssen. Gefällt mir. Fehlt nur noch ein angeschraubter Beistelltisch, falls die Sonne mal vor dem Boot untergeht 🙂

Simon tauchte kurz nach 8h ebenfalls wieder auf. Nachdem ich ihn erstmal zusammengefaltet hatte, warum er gestern unabgemeldet einfach nicht hier war, kam die Erklärung, er hätte „Rücken“ gehabt und sei zu Hause geblieben. Phhhh… hab also nix verpaßt beim verpennen 🙂 Habe ihm dann meine hiesige Telefonnummer gegeben und ihn ermahnt, künftig Bescheid zu sagen, wenn er wegbleibt und er durfte den Tag damit verbringen, zwei weitere Schichten Farbe auf das Vordeck zu tünchen. So allmählich sieht es brauchbar aus.

Das Vordeck nach der dritten Farbschicht

Auch, wenn es auf den Bildern nicht danach aussieht: Es waren trotzdem knapp über 30°C, wenn auch bei wenig Wind und bei nur 50% Luftfeuchtigkeit. Inzwischen nehme ich das allerdings als ganz angenehm wahr und ziehe dafür jetzt eine lange Hose an, wenn es mal nur noch 25 sind.