F*ck u, DHL!

Scheinbar ist wohl jeder außer mir für den Rest der Woche irgendwie im verlängerten Wochenende. Seit Donnerstag Abend herrscht her jedenfalls das Schweigen im Walde… Freitag war „Womens‘ Day“, offizieller Feiertag, und Samstag ließ sich dann prompt auch niemand mehr sehen.

Angesichts des ziemlich plusterigen Wetters, habe ich meine Aktivitäten dann ebenfalls auf den Innenraum beschränkt, und Freitag zumindest noch die Backbord-Kabine fertiggepinselt, nachdem ich die restlichen überstehenden Schrauben abgeflext hatte.

Der Versuch, Samstag morgen noch ein paar getönte Polycarbonat-Vorsatzscheiben für die Kabinenfenster bei Maizey’s zu erstehen, scheiterte natürlich daran, daß auch die den Brücken(sams)tag genutzt hatten und nachdem ich dann nachmittags beim Fräsen der Holzteile für die Scheibenrahmen zu allem Überfluß auch noch meinen letzten verbliebenen 3mm-Nutfräser abgebrochen hatte, war der Zeitpunkt gekommen, die Arbeiten am Boot einzustellen.

Bis 5mm Tiefe bin ich noch gekommen, dann war Schicht im Schacht

Nachdem ich gestern noch bei 17°C mit langer Hose und Sweatshirt rumgelaufen war, war heute morgen strahlender Sonnenschein und totale Windstille bei 32°C angesagt. Ein idealer Tag, um z.B. einen Mast aufs Boot zu stellen. Schade eigentlich, daß Sonntag war.

Fest entschlossen, heute nicht am Boot zu arbeiten, nahm ich mir stattdessen das Dinghy vor.  Nachdem ich beim Umräumen letzte Woche auch meine mitgebrachten Monel-Nieten wiedergefunden und anschließend eine brauchbare Nietvorrichtung gekauft hatte, sollte der Dinghy-Mast um einen tiefergesetzten oberen Vorliek-Beschlag erweitert werden. Bislang war lediglich eine einzelne Rolle im Masttop angebracht, die aber bestenfalls für einen Spinnaker zu gebrauchen ist, denn die Fock des WalkerBay endet knapp einen Meter unterhalb. Das sieht nicht nur komisch aus, sondern segelt sich auch ziemlich merkwürdig.

Also habe ich zunächst zwei 5er Löcher in den Mast gebohrt, ein Decksauge angenietet, widerstrebend einen 10cm langen Schlitz ins Vorliek meines Großsegels geschnitten, um da dann auch dranzukommen, und das Dinghy aufgeriggt. Soweit, so gut. Ziemlich genau 10 Minuten nachdem ich das obige Bild gemacht und alles wieder abgerödelt hatte, kam Wind aus Süd auf, es briste spontan auf 20-25kts auf und ich war froh, daß ich gerade noch so mein Segel zusammengelegt und eingetütet bekam. Glück gehabt …

Essen gab es diese Woche nur zweimal außerhäusig: Freitag mittag hatte mich Peter zum Essen auf Lundi Star eingeladen (Hähnchenbrustfilet mit Penne) und heute Mittag waren wir beim Portugiesen in TuziGazi verabredet, wo ich mir dann eine nette Seafood-Platte verabreicht habe.

Neuer Aufreger der Woche:

„Da kann man ja echt nur von Glück sagen, daß diese Sicherheitskompetenzler bei DHL nicht auch noch die beiden CO2-Patronen in den Rettungswesten als Gefahrgut eingestuft haben.“

War vielleicht etwas voreilig, diese Bemerkung von letzter Woche. Eben pingt mich Sven an, daß die Post das Paket zum zweiten Mal zurück geliefert hat. Dieses Mal mit der Begründung: „CO²-Patronen“. Wenn sie das gleich beim ersten Mal angenölt hätten, hätte man die ja vor dem zweiten Versuch aus den Westen nehmen können und es wären jetzt nicht noch weitere 132,-€ sinnlose Porto-Ausgaben dazu gekommen.

Wie bescheuert ist das überhaupt? Man darf seine Rettungsweste mit zwei Patronen (plus zwei Ersatz-Patronen) mit ins Flugzeug nehmen (ICAO T.I. 2019-2020), aber verschicken darf man sie nicht??? Und wo steht das? Vermutlich gleich unter den Bestimmungen, daß man auch keine Schokolade oder Biltong verschicken darf …

Hab ich die Schnauze voll von diesem Arschloch-Verein 🙁