Lockdown, Tag 2

Ruhig ist es hier, das läßt sich kaum verleugnen. Der Club ist abgeschottet, im Gegensatz zu sonst ist nicht nur die Schranke zu, sondern auch das Stahltor. Beim Weg zum Clubhaus, um den Müll direkt zu den Containern zu bringen, haben wir noch einen kurzen Gang über das Gelände gemacht aber außer Megan und Family, die auf einem antiken, halb zerlegten  Monohull ein paar Boxen weiter an unserem Steg C wohnen, ist uns so gut wie niemand begegnet. Fühlt sich schon ein wenig strange an, so völlig allein an einem Samstag morgen 🙂

Von der Corona-Front gibt es nur wenig erfreuliches zu berichten. Deutschland hält sich mit noch knapp unter 400 Toten bei über 53.000 Infizierten wohl in der Tat wacker.  Gemäß der vom einzig wahren Donald ausgerufenen „America first“ – Parole haben es die USA innerhalb kürzester Zeit nunmehr auch in der Disziplin Corona-Infektionen auf Platz #1 gebracht und liegen jetzt unangefochten vor Italien und China.Unser Aktivitätenprotokoll ist derzeit arg überschaubar. Wenigstens hat es heute morgen nicht geregnet, insofern war Gelegenheit für ein sonniges Frühstück im Cockpit.  Neben besagtem Gang über’s Gelände, war heute nur ein wenig aufräumen, eine Maschine Wäsche waschen, und die Verlegung der Solarzellen auf dem Dodger angesagt. Nachdem die Dinger am Wochenanfang wieder mal runtergeweht worden waren, sind sie nun immerhin endlich alle verschraubt. Nun noch die Kabel kürzen und passend neu verlegen, und dann ist gut.

Mittagessen bestand aus ein wenig Salat und einem Auflauf aus Kartoffelpü und Boerewors, ganz lecker. Mal sehen, was uns für morgen so einfällt…