auf ein frohes Neues!

Auch, wenn der hier gestern schon mal stand: Ein frohes, gesundes und erfolgreiches  neues Jahr wünsche ich allen, die mich hier lesend begleiten. Mein Jahreswechsel war eher von der ruhigen Art. Um Mitternacht habe ich mich ins Cockpit gesetzt und dem vom Club organisierten professionellen Feuerwerk zugesehen, war recht beeindruckend und dauerte fast 10 Minuten. Danach durften wohl die Gäste selbst ran, und es wurde noch die ein oder andere Rakete auf dem Gelände abgeschossen und in Maßen geböllert.

Was aber nun gar nicht ging, zudem auch hier gesetztlich verboten ist und sowohl am Aushang verkündet, als auch von Morgan nochmal in der clubinternen FB-Gruppe angesprochen wurde, weil im vergangenen Jahr wohl irgendwelche Blödis um ein Haar die direkt nebenan stationierte Seenotrettungswache abgefackelt hätten:

Mindestens ein  Dutzend „Seeleute“ waren offenbar der Meinung, ihre abgelaufenen Seenotsignale zu Silvester entsorgen zu müssen und feuerten sie vom Gelände oder auch von Booten am Steg aus fröhlich in den Himmel.

Die ersten habe ich nur so zur Kenntnis genommen, aber nachdem das gar nicht wieder aufhörte, habe ich angefangen zu zählen: Allein 38 rote Fallschirmraketen wurden von innerhalb dieser gerade mal 300m des Clubgeländes aus abgefeuert und kamen natürlich auch hier wieder runter, zeitweise 8 gleichzeitig. Die, die hier „am dransten“ war, landete auf der Sliprampe rund 25m von mir entfernt, knapp 5m neben dem als nächstes aufgepallten Boot und brannte dort noch eine Weile weiter. Was ein Haufen Idioten.

Naja, die Nacht ging wohl trotzdem ohne größere Kollateralschäden zu Ende. Ich stand so gegen 8h auf, um duschen zu gehen, frühstückte zwei halbe Brötchen und fühlte mich unmotiviert genug, um nicht gleich am ersten Tag des Jahres wieder mit Harz und Spachtel rumpatschen zu müssen. Außerdem war ja auch Feiertag und überhaupt bin ich jetzt offiziell im Ruhestand. 🙂

Habe somit lediglich ein bischen aufgeräumt, mal durchgesaugt und im Cockpit ein wenig Ordnung geschaffen.

Beim Versuch, danach ins Internet zu gehen stellte sich raus, daß meine erst am 20.12. gebuchten 10GB schon wieder im Nirvana versickert waren. Nerv … Wenigstens ist es mir, wie schon die letzten beiden Male gelungen, das Volumen tatsächlich online aufzustocken. In den ersten paar Monaten hatte ich da diverse Probleme, aber inzwischen funktioniert das halbwegs reibungslos, wenn auch immer noch furchtbar umständlich. Die Alternative, nämlich zum Vodacom-Shop fahren und da vor Ort kaufen, hätte heute, da Feiertag, auch wenig gebracht.

Da hier schon seit Tagen unregelmäßig immer mal wieder der FI im Stromkasten vor Steg C auslöst, und ich dann ohne Landstrom dasitze, (kein Internet, keine Eiswürfel, keine Klimaanlage … die elementarsten Grundbedürfnisse jedes Seglers bleiben unbefriedigt 🙂 )  ist mir heute nach dem 5. oder 6. Mal der Kragen geplatzt und ich habe in einer trial&error-Aktion mal rauszufinden versucht, welches Boot dafür wohl verantwortlich sein mag.

Angesichts der Tatsache, daß ich derzeit das einzige bewohnte Boot hier habe und auch niemand Strom zum Arbeiten benötigte (schlicht weil niemand arbeitete), habe ich der Reihe nach alle Stromkabel die zu aufgepallten Booten führten abgezogen und wenn der FI dann immer noch rausflog, mit dem nächsten weitergemacht.

Letzten Endes war ich nicht wirklich überrascht, als sich die Eco Promise (mein vor Thelxinoe stehender Sharan-Carport) als Verursacher herausstellte. Wir erinnern uns: Das ist der, bei dem Craig neulich im Regen auf der Badeplattform den Landanschluß „repariert“ hat. Keine Ahnung, ob die die Klimaanlage oder sonstwas angelassen haben obwohl schon seit Tagen überhaupt niemand an Bord ist, oder der Landanschluß selbst das Problem darstellt, jedenfalls habe ich ihm daraufhin den Saft abgeklemmt. Seither ist Ruhe und die Stromversorgung stabil wie früher.

Ab morgen soll das hier nun wohl mit neuem Schwung weitergehen. Simon soll die immer noch farblosen besandeten Flächen pinseln, Stephen das Hardtop weiter stabilisieren und dann zur weiteren Bearbeitung mitnehmen, Andries und Willem noch ein paar weitere Löcher für die hinteren Auflagen der Motoraufhängung bohren und dann den Antrieb weiter anpassen, und ich will eigentlich meine Tanks mit Foodgrade-Epoxy auskleiden und danach mit den Tankanschlüssen weitermachen. Mal sehen, was davon bis morgen abend tatsächlich realisiert wurde …