Das Boot

Thelxinoe ist ein GFK-Katamaran vom Typ Dean 365, entworfen von Peter Dean, und gebaut 1993 von dessen Dean Catamarans Werft in Saldana Bay bei Kapstadt, Südafrika. Die Werft ist seit einer ganzen Weile Pleite, Peter Dean baut aber angeblich auch heute noch Katamarane, die allerdings heutzutage nicht mehr unter dem Markennamen Dean laufen.

Auszug aus dem Prospekt

Der 365 ist mit einer Länge von 11.20m und einer Breite von maximal 5.40m ein eher kleinerer Vertreter seiner Spezies und gilt mit einer Segelfläche von gerade mal etwas über 70m² auch nicht als sonderlich schnell, dafür aber als grundsolide und extrem seetüchtig. „Stäbig“ nennt man das wohl im Segler-Jargon.

Hier im Zululand Yacht Club wird mir jedenfalls eigentlich von jedem, der schon mal so ein Ding gesegelt hat oder sonstwie damit involviert war bestätigt, der Dean 365 gelte sozusagen als der Willis Jeep der Meere. Langsam, behäbig, relativ klein mit begrenztem Komfort, aber dafür zuverlässig, einfach in Wartung und Handling und im Grunde genommen unkaputtbar, solange man nicht gerade einen treibenden Container oder Eisberg im Weg übersieht.

Mit einem Tiefgang von nur 80cm geht er flach genug, um auch in schon gut gefüllten Ankerbuchten noch einen Platz in Ufernähe zu finden, wo andere schon nicht mehr hinkommen. Auf der anderen Seite hat er natürlich durch die zwischen den beiden Rümpfen befindliche Nacelle, die in der 2-motorigen Variante als riesige Backskiste dient oder bei nur einem verbauten Motor diesen aufnimmt, nicht sonderlich viel Platz zwischen Brückendeck und Wasseroberfläche, was bei Fahrt gegen Wind und Welle schon mal etwas lauter werden kann („Slamming“). Aber wie heißt es so schön im englischen: „Catamarans are being sailed by Gentlemen, and Gentlemen don’t sail upwind„.  Ich werde versuchen, das so gut wie möglich zu beherzigen, wo immer es geht 🙂

Dean 365 haben inzwischen mehrfach die Welt umsegelt (unter Anderem z.B. mein Clubkamerad Juerp mit seiner Goody , die jetzt 100m von meinem Stellplatz entfernt ankert, und auch die Crew der Twiga, die ihre Weltumsegelung 2017 beendet haben) und gelten auch mit kleiner Besatzung oder solo als gut handhabbar. Das war einer der wichtigsten Punkte auf meiner Liste der infrage kommenden Katamarane, immerhin werde ich mutmaßlich wohl die meiste  Zeit allein unterwegs sein. Es nützt mir nichts, wenn ich einen 46ft Katamaran mit unendlich viel Platz habe, den aber wegen der deutlich größeren Segelfläche gar nicht mehr alleine handlen kann. Schließlich bin ich keine 30 mehr. Und nicht zuletzt, war es natürlich auch eine Preisfrage.

Und außerdem: Soo klein ist er in Wirklichkeit gar nicht. Für eine oder zwei Personen finde ich den Platz jedenfalls völlig ausreichend, um sich auch mal aus dem Weg und nicht dauernd auf den Wecker zu gehen.

Anmerkung: Da ich bis heute nicht rausgefunden habe, ob, und wenn ja wie, man bei diesem WordPress-Thema Link-Buttons einbauen kann oder das Menü oben tatsächlich zu einem Mehrfach-Menü umbaut, habe ich die weiterführenden Unterseiten auf althergebrachte Art verlinkt:

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