dichtgemacht

Sodele, alle eingebauten Luken sind jetzt auch verschraubt. Das läßt hoffen, daß der Kahn nicht geflutet ist, wenn ich in gut drei Wochen wieder hier bin. Simon hat sich heute nicht blicken lassen, rief aber immerhin um  kurz vor 9h an, er könne nicht kommen. Und das, wo ich ihm gestern nachmittag extra für den Zeitraum meiner Abwesenheit eine Poliermaschine gekauft  hatte und eigentlich heute eine Einweisung darauf machen wollte. Ist ja nicht so, daß er hier nur rumlungern soll, nur weil ich gerade mal nicht da bin.  In der Zeit kann er genausogut den Kahn mal gründlich waschen, abkärchern, alle nicht neu bemalten Flächen polieren und dann den Wasserpass neu streichen.

Wettertechnisch waren heute erträgliche 26 Grad bei kaum Wind, also habe ich nach dem Frühstück mein Werkzeug geschnappt, jede Menge Sacklöcher ins Deck gebohrt und die Luken verschraubt. (Nein, ich habe nicht durchgebohrt. Das wird auch mit Edelstahl- Spaxschrauben halten, ohne abgesägte Schrauben und kopfhautschädigende Muttern unten drunter, auch wenn Morgan und Brad das für den Normalfall halten)

Da es durch die kleine Luke über der Navi-Ecke bis heute kein Tropfen Wasser geschafft hat, obwohl die ebenfalls nur mit Moosgummi und ohne Sikaflex-Abdichtung aufgesetzt ist, bin ich zuversichtlich, daß das bei den beiden heute verschraubten wohl auch so sein wird. Bis Montag ist eigentlich kein ernstzunehmender Regen angesagt, also werde ich wohl erst in drei Wochen erfahren, ob das wirklich so hinhaut.

Mit Andries hatte ich neulich vereinbart, daß er mir aus VA- Blech ein paar Unterdeck-Verstärkungen für meine wieder aufgetauchten Barbarossa-Winchen schnitzen soll, also habe ich heute mal eine der Winchen genommen, und eine entsprechende Zeichnung gemacht. Und wo ich schon mal dabei war, habe ich auch gleich die Schwanzflosse des kaputten Windgenerators aufgezeichnet, um ihn so ein Ding aus 5mm Alublech nachbauen zu lassen, bzw. mir zumindest ein passendes Stück Blech zu besorgen.

Die ganze Woche hing er hier auf dem Clubgelände rum und lief mir eigentlich ständig über den Weg. Heute natürlich nicht. Dafür sah ich John von der Pacific Seacraft zwei Boote vor mir klettern, als ich meine Suchrunde erfolglos beendet hatte. In der Hand hielt er, welch Zufall, ein Stück 5mm Alu-Dibond, das just so groß war, wie ich es für die Finne gebrauchen konnte. 🙂 Eigentlich hatte er das Ding dem Eigner der Pacific Seacraft für ein Instrumentenpanel andrehen wollen, der wollte aber lieber Holz. Ich habe das Blech dann liebend gerne für ihn entsorgt :mrgreen: John: „You seem to be always at the right place at the right time„. Naja, hin und wieder klappt das schon mal :D

Eine halbe Stunde sägen und schleifen später sah das Teil dann so aus:

vorne das Original, darunter die billige Kopie

DIE bricht mit ziemlicher Sicherheit keiner mehr ab. Bin mir sicher, daß das jetzt dramatisch stabiler ist, als diese labberige Plastik-Finne, die da ursprünglich dran saß und die abgebrochen war, kaum daß man einen 8Kg-Oberfräsenkoffer draufschmeißt.

Als wenn das so gehören würde. Bischen weiße Farbe drauf, feddich.

Noch ein bischen Farbe drauf, und dann kann das Ding aufgepflanzt werden, sobald ich jemanden gefunden habe, der mir einen zweiten Halter an den Geräteträger brät. Auch wenn ich meinen Werkzeug- und Maschinenpark seit meiner Ankunft hier deutlich erweitert habe und eigentlich für jeden erdenklichen Kram ausgerüstet bin: Ein VA-taugliches Schweißgerät muß ich nun nicht auch noch haben. Thelxinoe ist ja schließlich kein Stahlkahn, wo man sowas eigentlich permanent gebrauchen kann.

Irgendwann zwischendurch war ich im Shop, um ein paar Schrauben zu kaufen. Unerwarteter Weise überraschten mich die Mädels mit der Ansage, mein vor einiger Zeit bestelltes Großschot-Unterteil für das Dinghy sei eingetrudelt. Nachdem es zweimal garnicht und einmal falsch geliefert worden war, zur Abwechslung mal was positives. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße: Das mit den angeblich 109,- R für das Gerät kam mir ja schon bei der Bestellung komisch genug vor, weil es eigentlich viel zu billig war.

In der Tat kam dann auch die betretene Aussage, der Preis habe sich leider auf 315,-R erhöht. Ich war zugegebenermaßen nicht wirklich überrascht, und da das Ding mit umgerechnet nichtmal 20,-€ immer noch vergleichsweise saubillig ist und einen einigermaßen durablen Eindruck für den geplanten Zweck macht, habe ich auf ernsthaften Protest verzichtet und es einfach bezahlt und mitgenommen.

Da es heute relativ kühl und angenehm war, ich allein und nur ein paar Cornflakes gefrühstückt hatte, stand einer Menüplan-Erweiterung und Verlängerung der  Mittagspause nichts im Weg, und somit habe ich das seit Montag im Kühlschrank liegende Filet in mundgerechte Stücke zersägt und Gulasch draus gemacht. Das reicht auch für morgen nochmal 🙂