Lazy days …

Nur, falls sich der eine oder andere wundert, wieso das hier nur so schleppend weitergeht: Ich hänge irgendwie immer noch leicht in den Seilen und kriege derzeit herzlich wenig am Boot erledigt. Mein Gesicht sah Anfang der Woche zumindest vom Umfang her schon fast wieder normal aus, ist auf der rechten Seite aber immer noch ziemlich taub und ein einziger großer Schorf. Und dann war da  noch der Zahnarzttermin am gestrigen Dienstag. Die Zahnschmerzen, mit denen die ganze Misere vor zweieinhalb Wochen angefangen hatten, schaffen es zwar derzeit nicht, gegen die Painkiller anzustinken, aber hilft ja nix, letztlich mußte die Ursache dafür ja beseitigt werden.

Also saß ich pünktlich um 13h gestern im Behandlungsstuhl, und bevor ich irgendetwas äußern konnte, hatte der Doc mir eine Betäubungsspritze verabreicht. Irritierend fand ich, daß ich schon vom Setzen dieser Spritze nicht das Geringste mitbekam, weil mir in dem Bereich des Mundes momentan jedes Gefühl fehlt. Wir witzelten kurz darüber, daß ich die dann womöglich gar nicht gebraucht hätte, und dann zückte er den Bohrer.

Das freigelegte Loch in M16 erwies sich dann doch als tiefer, als es nach den Röntgenaufnahmen den Anschein gehabt hatte, und so büßte ich dann im Verlauf der nächsten Viertelstunde unverhofft den Nerv dieses Zahns ein, der Doc rökelte mit irgendwelchen Feilen in den Tiefen der Nervenkanäle meines Zahns rum und anschließend wurde das ganze Ding provisorisch zugeproppt. Nach einer halben Stunde im Stuhl war das Thema vorläufig erledigt.

Da ich ja jetzt Privatpatient bin, war ich natürlich gespannt, was mich so eine Zahnbehandlung aus eigener Tasche kosten würde: Mit umgerechnet bisher 27.50€ war das bislang noch ziemlich überschaubar.

Nächste Station: Wurzelbehandlung Anfang Mai und dann wieder anständig zulöten. Na prima…

Sei’s drum. Meine Motivation, mich arbeitend am Boot zu betätigen, beschränkt sich derzeit jedenfalls überwiegend auf sitzende Tätigkeiten, ohne mich irgendwie bücken oder den Kopf nach unten halten zu müssen. Da mir das Filme-gucken auf Dauer zu eintönig wurde, habe ich inzwischen angefangen, mich ein wenig mit Webseitenprogrammierung zu befassen und versuche, die Grundlagen von Javascript, css, JSON und AJAX zu begreifen. Mal sehen, wohin mich das führt…

Gestern hatte Simon es immerhin noch geschafft, die Scheuerleiste am Bug und teils an Steuerbord mit schwarzer Farbe zu versehen bevor der Regen einsetzte. Für heute und morgen hat er sich allerdings abgemeldet, was mir zwei Tage zum Ausschlafen und verdaddeln mit Kleinkram verschaffte. Das mit dem Ausschlafen hat heute allerdings schon mal nicht funktioniert, da ich überraschender Weise schon um kurz vor halb sieben wach wurde.

Nach einem kargen Frühstück habe ich mich drangemacht, endlich der Pantry ein wenig mehr Licht zu spendieren und ein paar von den Lichtleisten anzubauen, die hier schon seit Weihnachten rumlagen. Die Anrichte auf der rechten Seite hat jetzt also ebenfalls eine dimmbare LED-Beleuchtung erhalten und man kann jetzt tatsächlich sehen, was man sich so aufs Brot schmiert 🙂

Mehr Licht!

Im Fall des heutigen Mittagessens war das die zweite Hälfte des Rumpsteaks, das ich mir Montag abend gebraait hatte.  Zwei Scheiben Toast, ein Zentimeter Steak und ein Zentimeter Salat dazwischen, ein bischen Remoulade drauf, fertsch … Nachdem ich die letzten zwei Wochen kaum was festes gegessen hatte und mir auch gestern wegen dieser Zahnarzt-Aktion nicht wirklich nach Nahrungsaufnahme war, tat das heute mal richtig gut.

Steak-Sandwich

Kurz vor Mittag kam die Sonne raus. Es war so gut wie windstill, und da hier in den letzten Tage ziemlich viel Bewegung auf dem Platz gewesen war, holte ich den Spark aus der Versenkung, montierte meine schicke neue ipad-Halterung an der Fernbedienung und konnte, kaum daß ich wieder mal eine halbe Stunde lang angelernt, angepaßt und kalibriert hatte, eine Runde über den Platz fliegen. Immerhin: Man erkennt auf dem iPad Mini schon ein wenig mehr , als auf dem Handy, mit dem ich bislang geflogen bin. Insofern war’s die Mühe wert.

Wie zu sehen ist, haben sich die Reihen an Land seit den letzten Aufnahmen ein wenig gelichtet. Das läßt hoffen, daß ich zum Einen irgendwann mal meinen Mast wieder aufgestellt kriege ohne ein weiteres Boot deswegen zur Seite räumen zu müssen um den Kran nah genug ranzufahren, und zum Anderen, daß mein „Carport“, die Eco Promise direkt vor mir, tatsächlich wie angekündigt in absehbarer Zeit von da verschwindet und Thelxinoe dann ins Wasser könnte, ohne daß es mich noch einen Tausender (€) extra kostet, nur um den Weg freimachen zu lassen, so wie bei meinen Ex-Nachbarn True North erlebt. In den letzten Tagen waren sie jedenfalls zu viert dabei, die Saildrives zu warten, das Unterwasserschiff abzuschleifen und für neues Antifouling vorzubereiten. Das sitze ich jetzt auf jeden Fall aus…