Das muß weg!

Gestern war ein ausgesprochener Drecks-Tag. Nicht nur, daß es mit 19° gefühlt saukalt war, es hat auch noch den ganzen Tag gegossen wie aus Eimern. Nachdem ich einmal morgens zum Duschen und ein weiteres Mal noch zum Shop gewesen war, triefte meine Regenjoppe als hätte ich sie beim Duschen anbehalten, und wurde den gesamten Tag über auch nicht mehr trocken. Im Boot waren 92% Luftfeuchtigkeit, also so richtig gemütlich, das Ganze. Windy.ty hatte für den ganzen Tag Regen mit über 50mm in 3h angekündigt, die werden es sicher auch gewesen sein. Ausgesprochen bähh…

Da draußen nun überhaupt nichts auszurichten war, habe ich Simon in die Backbord-Achterkabine zum schleifen  und „lose Farbe abpicken“ geschickt. Irgendwo muß ich ja auch mit dem Innenraum mal anfangen und diese war aufgrund der Tankaktion eh schon so gut wie leergeräumt. Wir hätten vielleicht sinnvollerweise in den Tagen vorher nach dem Besanden und bemalen die danach abgezogenen Tapestreifen wieder auf die Löcher der Genuaschienen im Deck aufbringen sollen. So saß er den ganzen Tag in einer Tropfsteinhöle, da es permanent irgendwo von der Decke tröpfelte. Nicht viel, aber tropfdem irgendwie nervig. Bis er mit schleifen fertig war, war der Tag dann auch gelaufen.

Irgendwann in der Nacht war der  Regen dann vorbei und heute morgen zeigten meine Außenthermometer dezente 26°C bei strahlendem Sonnenschein an. Nachdem wir die Holzleisten und Fenster in der Achterkabine abgetaped hatten, mixte ich Grundierung an, die dann von Simon auf Wände und Decke vertüncht wurde.

Achterkabine in Flecktarn-Grundierung

Nach der Lunchpause (in der ich nun endlich mal mein seit über eineinhalb Wochen im Kühlschrank liegendes Filet gebraten und dazu den restlichen Rosenkohl nach dem Kochen paniert und ebenfalls angebraten habe),

Medallions vom Rind mit paniertem und gebratenem Rosenkohl.

kam Farbe ins Spiel: Die erste Kabine erstrahlt jetzt in frischem Weiß! Morgen noch eine zweite Farbschicht drauf, und dann geht es mit der nächsten Baustelle weiter.

Erste Farbschicht erledigt. Sieht irgendwie gleich viel freundlicher aus 🙂

Wenn  sie dann fertig gepinselt ist, könnten wir ja eigentlich gleich mal Generator und Wassermacher einbauen, bevor der Raum erst wieder mit allem möglichen Kram zugestellt ist…

Rob, der Gasmensch, kommt nun erst Mitte Januar, um den Schlauch durch was anständiges zu ersetzen. Der hatte übrigens ziemlich dicke Augen gemacht, als er die von Kirsten verzapfte aktuelle Installation sah. Wie ich mir dachte: Auch hier sind 5m quer durchs Boot verlegter Schlauch nicht zulässig. Hätte mich auch gewundert.

Weihnachten ist hier halt Haupt-Ferienzeit und die meisten Betriebe machen für 3-4 Wochen einfach komplett dicht, so auch Rob. Solange will ich das Loch da links eigentlich nicht offen lassen, also werde ich die Abdeckung und das Schott demnächst wohl wieder einlaminieren. Er hatte seine Chance, schließlich war jetzt wochenlang alles offen und frei zugänglich.