Ich mag nicht mehr …

Schnauze voll, genug, es reicht. Soviel Ignoranz und / oder Inkompetenz wie bei diesem Laden habe ich echt lange nicht erlebt. Wer? Na ratet mal …

Rückgabe-Begründung diesmal: „Druckgasbehälter“. Wie schon die letzten beiden Male, waren die einzigen Druckgasbehälter  die beiden CO²-Patronen in den Rettungswesten. Ordnungsgemäß nach IATA Verpackungsanweisung PI 955 in einem stabilen Umkarton verpackt, zusätzlich das ganze Ding mit Duct-Tape gesichert und nach menschlichem Wissen (und den IATA Transportbestimmungen) kein Gefahrgut. Stand auch groß und feist drauf, da ich Sven extra einen entsprechenden Zettel für die ganz Blinden aufkleben lassen hatte, die vielleicht die Zollinhaltserklärung nicht lesen können oder des Englischen nicht mächtig sind. Hat nix geholfen, heute war es wieder da. Wenigstens hat es diesmal nur fünf Tage gedauert, statt wie letztes Mal zehn.

Kann man eigentlich nur schwer übersehen, oder?

Somit habe ich inzwischen 373,-€ für ein Paket ausgegeben, das es immerhin dreimal von Bodenwerder nach Frankfurt und wieder zurück geschafft hat. Das war zwar nicht das eigentliche Ziel, aber für DHL Begründung genug, meine Rückforderung für das letzte Paket abzulehnen. Schließlich hätten sie das Paket ja transportiert. Die Begründung von Paypal, den Käuferschutz nicht greifen zu lassen, war noch bräsiger: „Ich hätte ich ja nur eine Paketmarke gekauft, und diese doch auch erhalten“.

Nochmal 132,- € ausgeben für einen vierten Versuch fällt aus. Eher fliege ich irgendwann nach Deutschland und  schleppe den Scheiß im Koffer hierher. Ansonsten habe ich eben keinen Radarreflektor, keine Notsignal-Flare und keine neuen Rettungswesten. Braucht man im Normalfall ja ohnehin eher selten …

Nachdem ich diese Meldung heute Mittag per Whatsapp erhalten hatte, war mein Tag eigentlich gelaufen. Simon war eh nicht da, der hatte heute einen Termin in einer Klinik, insofern war ich mit kleinerem Möckelkram beschäftigt. Eigentlich hatte ich vorgehabt, wie zuvor die Mastkabel durch zwei Schwanenhals-Durchführungen unter Deck zu ziehen. Die beiden alten, die früher verbaut waren, sind irgendwo verschollen, seit Morgan damals den Mast abgebaut hatte, habe ich die Dinger nicht mehr gesehen, und im Shop gab es natürlich auch mal wieder keine zu kaufen. Ich hatte aber ja vor Jahren schon einen neuen mit größerem Durchmesser erstanden, und mit ziemlich viel Gewürge ist es mir dann tatsächlich gelungen, die restlichen Kabel heute auch noch durch diesen Schwanenhals zu fädeln.

Also habe ich das hintere der beiden Löcher auf 35mm aufgedremelt und das vordere wird dann eben zugeharzt.

geht doch

Gestern hatte Hayden mir aus Durban eine Ring-Anode für meinen Z-Antrieb mitgebracht. Hier im Shop wollten sie für das Ding schlappe 900R haben, hatten aber natürlich ohnehin keine vorrätig. Durban war immerhin 200R billiger. Wenn man mal nach der entsprechendenTeilenummer googelt, kriegt man als allererstes das Angebot von Anoden24.de zu sehen, wo das gleiche Ding, allerdings vermutlich ohne den hochwichtigen, erhaben geprägten „Volvo Penta“-Schriftzug, für 16,95€ angeboten wird. Bei einem aktuellen Kilopreis von 2.13€ wäre das für anderthalb Pfund  in Form gegossenes Zink meiner Meinung nach auch genug. Nu ja …

Mein „wie lifte ich den Antrieb beim Segeln aus dem Wasser“-Problem scheint weitestgehend gelöst: Hier lag ja immer noch das uralte Großschotunterteil rum, bei dem ich gerätselt hatte, wofür das wohl gewesen sein mag. Nachdem ich in meinem Fundus doch noch eine passende Servoklemme gefunden hatte, die mit einem der letzten Pakete gekommen war, habe ich das Ding wieder zusammengebaut, ein weiteres 10er Loch in Badeplattform und Panzerplatte gebohrt (ohne einen Bohrer abzubrechen 🙂 ), trichterförmig angesenkt, und nun kann ich den Antrieb auch mit einer Hand liften; die ursprünglich mal angedachte Umlenkung auf eine der Genua-Winschen ist völlig überflüssig und die Frage „wo dann belegen?“ stellt sich auch nicht mehr.

Kurz nach Sonnenuntergang wurde ich durch komische krächzende Geräusche und metallisches Picken nochmal nach draußen gelockt: Lauter Pleitegeier auf den Rahen der Nachbarschiffe!

Nashornvögel

Was die auf den Salingen getrieben haben, war nicht so recht zu erkennen, auf jeden Fall pickte zumindest einer von ihnen äußerst interessiert an den Beschlägen rum.

Rigg-Check?

Und dann war da noch Adriana, die es heute tatsächlich zurück ins Wasser geschafft hat. Wenn ich dieses Bild so betrachte, dann sieht

das schon leicht grenzwertig aus. Hängt hinten bestimmt 20cm tiefer im Wasser als De Nada und die Nacelle ist hier definitiv im Wasser und nicht wie bei letztgenannter 10cm darüber. Bin mal gespannt, wie das dann bei Thelxinoe aussehen mag. Wenigstens muß ich mir wohl keine Gedanken machen, daß mein Boot über die Auspuffe volläuft, sobald eine Welle kommt 🙂