Poliert & lackiert

Die ganze Woche hing ich hier bekanntlich allein rum, heute am Samstag standen direkt nach Acht natürlich sowohl Simon, als auch Andries vor der Tür. Nur gut, daß ich schon seit zwei Stunden wach und mit der Zeitung eh  fast durch war. Befragt, warum er die ganze Woche unentschuldigt gefehlt hatte, kam von Simon die Aussage, er hätte irgend einem Verwandten beim Hausbau geholfen, was sich wohl auch noch bis nächste Woche hinziehen wird. Nun ja, was will ich dagegen großartig einwenden. Wäre schon nett gewesen, das vielleicht mal vorher anzukündigen, aber was soll’s.

Der durfte dann heute unterm Boot den Bereich zwischen den Rümpfen und die inneren Rumpfseiten polieren. Sieht gar nicht mal so schlecht aus. Morgen kommt die zweite Hälfte davon dran, und da ich vorhin noch einen Eimer Primer gekauft habe, könnte ich nächste Woche dann immerhin schon mal den Wasserpaß pinseln. So allmählich sieht der Kahn wenigstens von außen schon fast gebrauchsfertig aus (fehlende Kleinteile wie z.B. Mast mal außen vor gelassen)

erste Hälfte poliert
Also ich finde, für ein 25 Jahre altes Boot sieht das mittlerweile gar nicht soo schlecht aus.

Andries kam heute morgen gleich mit einem Kompressor angerückt, den er im wahrsten Sinne auf einen kleinen Anhänger geschnallt hatte.

Mobile Lackierstation 🙂

Hat „mal eben“ den Motor grün übergepustet, und war dann wieder verschwunden. Warum er das nicht schon gemacht hat, als der Motor noch ausgebaut unterm Boot stand und von allen Seiten frei zugänglich war, anstatt jetzt im Motorraum rumzukriechen, habe ich zugegebenermaßen nicht ganz verstanden. Ist mir aber eigentlich auch egal. Der Motor glänzt jetzt wieder standesgemäß Volvogrün, ohne daß der restliche Motorraum übermäßig viel Farbe abgekriegt hätte, also alles gut. Das Spraydosen-Froschgrün, mit dem er das letzte Mal hier aufgetaucht war, sah aber auch wirklich etwas daneben aus und gab dem Ganzen eher was Trecker-mäßiges.

Fehlfarben

Angeblich will er morgen Früh mit dem Antrieb wiederkommen und dann soll nun endlich die finale Verknotung von Motor und Antrieb stattfinden. Soweit waren wir allerdings letzte Woche auch schon mal. Abwarten …

Nachtrag: Eben, gegen 18h, kam er noch einmal angestiefelt, warf eine Plastikplane über den immer noch hier rumstehenden Kompressor, weil es angeblich morgen regnen soll. Windy behauptet zwar, der Regen fängt erst morgen abend an und eigentlich sollte ja morgen früh der Lackierer anrücken, um den Kahn nebenan zu lackieren, aber nun ja. 

Wo er schon mal hier war, schleppte er gleich noch zwei Dosen Lion Lager mit an und wir haben uns eine halbe Stunde im Cockpit über allen möglichen Kram unterhalten. Als ich erwähnte, daß ich nächste Woche Jaques nochmal wegen des Maststellens ansprechen wollte, kam er damit raus, er hätte einen Kranbesitzer an der Hand, der mir wohl nur ungefähr die Hälfte von dem abknöpfen würde, was ich letztes Mal bei Morgan abgedrückt habe. Aha …

Den Rest des Samstags habe ich eigentlich nur noch ein paar Strippen durchs Boot gezogen, um die Beleuchtung im Bad anschließen zu können. Jetzt kann ich mir immerhin schon bei Licht die Zähne putzen 🙂

Da ich ja seit letzter Woche quasi „gaslos“ bin, gibt es in der Küche derzeit nur Gerichte, die sich auf einer einzelnen Kochstelle zubereiten lassen.  Heute abend war das dann ein Shakalaka-Gemüse-Eintopf  mit Mettbällchen. Beides aus der Dose, war aber durchaus lecker. Davon werde ich noch einige bunkern.

Shakalaka mild & spicy mit Köttbullar oder sowas in der Art