Fach-Werk

Kaum beschwert man sich mal über zu hohe Temperaturen, sieht das am nächsten Tag natürlich schon wieder ganz anders aus. Draußen an Deck war heute wegen Wind und Regen nichts zu gewinnen. Egal, wir haben heute immerhin das Backbord-Tankfach fertig gekriegt. Bei diesem habe ich mir den Aufstand mit extra primern und anschließendem Hochglanzlack allerdings gespart und es Simon einfach mit Bilgenfarbe streichen lassen. Jetzt, bei näherem Ansehen der Bilder fiel mir allerdings auf, daß ich vor dem Tankeinbau vielleicht doch besser noch auf jeder Seite des Cockpits einen der je zwei  Tankeinfüllstutzen entfernen und die Löcher zulaminieren sollte. Ansonsten muß ich wohl damit rechnen, beim Tanken irgendwann mal den falschen zu erwischen und meinen Motorraum mit Diesel zu fluten. 🙂

Die Nubsies oben im Bild sind die Einfüllstutzen der alten Tanks

Dieser schicke, rote Schlauch, der sich da so dekorativ durchs Bild windet, ist übrigens der Gasanschluß, den Kirsten vor zwei oder auch schon drei Jahren höchst fachmännisch von der Gasflasche auf der Badeplattform bis zum Herd durch diverse Schränke und durch die Bilge hindurch neu verlegt hat. Weiß nicht genau, wieviele Trennstellen (einfache Schlauchverbinder mit Schellen) er da eingebaut hat, drei habe ich auf jeden Fall schon gefunden. Mindestens eine davon war mutmaßlich der früher mal vorhandene Gasfernschalter, der jetzt nicht mehr da ist. Irgendwelche Scheuersicherungen in den durch die Schrankwände gebohrten Löchern existieren auch nicht.

Ich denke, bevor ich hier ablege, lasse ich diese Leitung nochmal von jemandem neu und ordnungsgemäß verlegen, der sich mit sowas auskennt und der mir zum Abschluß dann auch ggf. ein Gaszertifikat oder sowas ausstellen kann, um die Versicherung und eventuell mal nachfragende Behörden zufrieden zu stellen. Nicht, daß mir der Kahn eines schönenTages um die Ohren fliegt, weil es durch die Bootsbewegungen an irgendeiner Schottdurchführung den Schlauch durchgescheuert hat  …

Ich hatte zwar vorher noch nie Gas auf einem meiner Boote, aber soweit ich mich entsinne, sind mehr als 40cm Schlauch zwischen  Gasflasche und Leitung bzw. Leitung und Herd zumindest in Europa auch gar nicht zulässig. Der Rest sollte wohl sinnvoller Weise aus Kupferrohr bestehen.

Das mit dem gestern Abend angekündigten Steak wurde dann doch nichts mehr, da mich zwischenzeitlich spontan die Motivation zum Kochen verließ und ich mich für’s Abendessen auf drei TUC-Kekse mit Leberwurst und Käse beschränkt habe. Was immerhin meine Waage heute morgen dazu gebracht hat, mir einen Wert nahe der „minus 10Kg“-Größenordnung anzuzeigen. Geht doch 🙂 Sowenig wie jetzt habe ich zuletzt Ende 2009 gewogen, nachdem ich vier Wochen lang mit aufgesägtem Unterschenkel auf der Isolierstation im Krankenhaus gelegen hatte und mich nicht bewegen konnte. So gesehen, geht’s mir heute doch trotz aller sonstigen Gebrechen dramatisch besser als damals.

Das Steak gab es dann aber endlich heute Mittag, bevor es genügend Eigenleben entwickeln konnte, um meinen Kühlschrank aus eigener Kraft zu verlassen. Paar Zwiebelringe und eine Paprika mit angebraten, ein wenig vorgefertigte „Mushroom-sauce“ aus der Conveniencefood-Abteilung dazu, fertig. Nach der Hälfte war ich pappsatt und habe aufgegeben. Auch an kleine Portionen gewöhnt man sich offenbar ziemlich schnell.

Das war gerade mal die Hälfte eines 450g-Rumpsteaks

Kurzer Nachtrag, für die Statistik, weil es mir erst im Nachhinein auffiel:

Dieses war tatsächlich schon mein hundertster Beitrag in diesem Blog und es gab allein in diesem Jahr über 9.000 Zugriffe auf den Blog. Unglaublich. 🙂