langsam, gaanz langsam …

ruhig hier, irgendwie. Ist zwar nicht so, daß ich hier rund um die Uhr arbeite, aber irgendwie war es deutlich zu warm, und ich die letzten Tage zu beschäftigt, um mich auch noch abends im Blog auszutoben, abgesehen davon, daß seit dem Wochenende zuerst das Datenvolumen, und dann immer mal wieder der Strom weg war. Von meinen Leuten hat sich zwar immer noch keiner blicken lassen, obwohl ich Andries hin und wieder vorbeifahren sehe und Jaques mir vorhin, als ich gerade eine der Kederschienen für meinen künftigen neuen Schattenspender anbrachte, im Vorbeigehen zurief, das Leiterschiebedingsbums sei fertig und Mittwoch würde er nun aber ganz sicher kommen, um es anzubauen, aber selbst Simon ist seit Montag „ausgeliehen für niedere Tätigkeiten“ wie schleifen und pinseln an einen meiner Nachbarn und somit werkele ich hier wohl die gesamte Woche allein vor mich hin.

Übers Wochenende habe ich nun den Schrank zersägt, in dem der Wassermacher seinen Platz finden soll, habe einen endgültigen Platz für meine Dritt-Kühlbox gefunden, die bislang von einer Kabine in die nächste gewandert war und eigentlich immer irgendwo im Weg rumstand, und eine entsprechende Ablage in die Achterkabine direkt neben der Pantry gebastelt. Da ich angesichts der Temperatur eigentlich das ganze Jahr noch nicht gekocht habe, sondern mich derzeit fast ausschließlich von gesundem Vitamin-Zeug ernähre, dient diese nun als Aufbewahrungsbox für all das Obst, das sonst meinen Kühlschrank verstopft hat.

Vitamin-Bombe bei 1.7°C

Denn da  man hier ja, abgesehen von Bananen und Ananas, fast ausschließlich in Plastikschalen eingetütetes Obst aus der Kühlung kaufen kann, das man tunlichst auch bei entsprechend niedrigen Temperaturen aufbewahrt, wenn es länger als zwei Tage lang genießbar bleiben soll, wurde das doch auf Dauer ein wenig eng im Kühlschrank.

Das Stahlgehäuse des Wassermachers ist, allen Bemühungen zum Trotz, natürlich ungefähr einen Zentimeter zu tief, um vernünftig reinzupassen.

Das wird nicht hübsch, aber wohl funktional, wenn’s mal fertig wird.

Auch egal, dann kommt eben nur eine Plexiglas-Scheibe oder sowas in der Art davor. Immerhin: Das Membran-Gehäuse paßt trotzdem obendrüber, irgendwie. Schätze, wenn sich Bill in Knysna nun mal irgendwann findet und mir endlich einen Invoice zuschickt, um den Kram bestellen zu können, werde ich doch noch eines Tages mit einem gebrauchsfähigen Wassermacher hier ablegen können.

Auch von der Edelstahl-Front gibt es neues zu vermelden: Zurück aus dem Sommerschlaf, brachte mir Jaques gestern die fertiggestellte Slideout-Box für die Badeleiter vorbei. Habe zwar noch keine neue Rechnung dafür und kann nur mutmaßen, was mich das Ding nun final kosten wird, aber egal. Was er macht, macht er immerhin ordentlich und sieht professionell aus. Nun muß ich sie nur noch irgendwie unterhalb der Badeplattform befestigen.

Wenn sie erstmal angebaut ist, wird die dritte Stufe irgendwo auf Höhe der Wasserlinie sein. Das sollte den Ausstieg vom Wasser wohl einigermaßen leicht machen.

Und auch Daniel, der Polsterer schaute heute morgen völlig unerwartet vorbei und brachte meine neuen Cockpit-Polster mit, glatt eine Woche eher als abgesprochen, worauf ich mich veranlaßt sah, doch endlich mal wieder klar Schiff zu machen und das Cockpit einmal durchzuwischen, bevor ich sie probehalber an ihren Platz verfrachtete. Sehen die nicht gut aus?

Nur draußen liegen lassen darf ich sie nicht, falls Regen droht. Sollten die sich jemals vollsaugen, kann ich sie allein vermutlich nichtmal mehr tragen, so massiv sind die Dinger. Aber, wie gewünscht, sie sind verhältnismäßig  fest, einigermaßen hart und man sitzt und liegt gut darauf. Und da ich ja bekanntermaßen ein hoffnungsloser Romantiker bin, habe ich Daniel auch gleich noch ein Einlegepolster für die Mitte schnitzen lassen. Wenn ich den Tisch absenke, kann ich in lauer Tropennacht hier freizügig unterm Sternenhimmel schlafen. Wollte ich immer schon 🙂

Jetzt warte ich gespannt auf mein (eigentlich) Weihnachtspaket, in dem ja  noch eine Ersatzpersenning, identisch zu der bisherigen, nur halt weniger verpäkt, sein müßte. Vielleicht lasse ich den guten Daniel dann noch eine Kuchenbude daraus basteln. Mal sehen, wie er das aktuell vorhandene Teil umstricken wird.

Vielleicht hätte ich das Ding doch noch ein wenig breiter bestellen sollen? >:-)

Warmes Essen fiel fast die ganze Woche aus. Es herrschen immer noch Temperaturen um die 38-40 Grad und somit sieht mein tägliches Menü derzeit hauptsächlich so aus:

Trauben, Ananas, Melone, Kiwi, Pflaume und ein bischen Trinkyoghurt zum aufpeppen … ist ja nicht so, daß man sich hier nicht gesund ernähren könnte, wenn man’s drauf anlegt. Und nein, ich bin immer noch nicht unter 100Kg, aber nah dran   🙂

Ansonsten gibt es hier nicht ganz viel berichtenswertes zu erzählen, abgesehen vielleicht von dem Umstand, daß ich diese Woche für mich rausgefunden habe, daß permanentes Bootsbasteln möglicherweise doch nicht Alles im Leben eines möchtegern-Seefahrers ist. Aber dazu vielleicht mehr bei Gelegenheit …