Mal was Neues ausprobieren

Das mit „am Mittwoch Farbe im Batteriefach verteilen“ hat irgendwie nicht so recht funktioniert, da ich leider fast den gesamten Tag verpennt oder mit anderem Kram verdaddelt habe. Bei 17°C, Dauerregen mit ordentlich WInd und 86% Luftfeuchtigkeit im Boot kein ernsthafter Verlust. Überhaupt: Heute ist der 19.10., und inzwischen habe ich mich damit abgefunden, daß ich wohl weder Ende Oktober mit dem Kahn im Wasser, noch bis Dezember in Kapstadt sein werde, um es im Januar über den Atlantik zu schaffen. Da ich den ganzen Refitkram jetzt selbst an der Backe habe, dauert es halt so lange wie es dauert. Bis zum nächsten jährlichen Inhaca-Race des Clubs (irgendwann im März oder April von Inhaca Island, Mozambique nach Richards Bay) wär ich denn aber doch gern soweit fertig …

Dafür konnte ich Mittwoch-Nachmittag das knapp verspätete „Geburtstags“-Paket der Kinder von der Post abholen. Die wissen halt genau, was mir hier am meisten fehlt 🙂

Der Wetterlage angemessen, habe ich am selben Abend noch eine Menzi’s Hühnersuppe extra mit zusätzlicher Reis-Einlage gekocht und für’s Frühstück mit frischem selbstgebackenen Graubrot am nächsten Morgen eine Dose Brägenwurst aufgemacht. Feels like home …

Die Farbe kam also erst am Donnerstag ins Spiel.

Sigmadur 550 ist eine 2K PU-Farbe und läßt sich auch ganz gut mit der Rolle auftragen. Nach dem zweiten Durchgang fand ich das Ergebnis hinreichend zufriedenstellend und hab es dabei belassen. Ist schließlich nur das Batteriefach…

Fertig gemalt. Als nächstes kommt der Zwischenboden dran

Anschließend fuhr ich nach Richards Bay rein, um zu tanken, ein wenig Bargeld abzuheben um demnächst Andries für den Adapter bezahlen zu können, bei Maizey’s ein paar Plexiglas-Scheiben zusägen zu lassen und um ein Stück 20mm Sperrholz zu erstehen, das künftig der Zwischenboden in diesem Fach werden sollte, weil im unteren Bereich diverse Kabel und Schläuche durchlaufen und ich die nicht verlegen will. Da sie mir kein 50x60cm-Stück verkaufen wollten, mußte ich eine ganze Platte von 260×125 abnehmen, aber ich schätze, ich werde für die Generatorbasis, den Boiler und das Fach für den Watermaker eh noch stabiles Holz brauchen, also was soll’s. Immerhin haben sie die Platte noch kostenlos auf ein Maß zurechtgesägt, daß ich sie wenigstens im Auto transportieren konnte.

Abends habe ich Greg auf einen Sundowner eingeladen, und wir haben fast zweieinhalb Stunden lang verquatscht. Inzwischen hat er mich schon fast überzeugt, daß ich auch mal nach Madagaskar muß 🙂

Heute war ein strahlender Frühlingstag, laue 26° mit kaum Wind, also habe ich als erstes direkt heute Morgen meinen Korb mit der Wäsche unter den Arm geklemmt, und wollte sie in eine der beiden Maschinen am Clubhaus werfen. Dummerweise war schon irgend jemand schneller gewesen als ich und beide Maschinen waren belegt. 40 Minuten später das selbe Spiel erneut und irgend wie habe ich heute fast zwei Stunden damit verplempert, auf eine freie Waschmaschine zu warten. Ich glaube, die Kinder müssen die kleine Campingwaschmaschine, die leider nicht mehr ins Auto gepaßt hat, doch noch in eine Kiste stecken und herschicken. Hier habe ich sowas jedenfalls noch nirgends gesehen.

Im vierten Anlauf wurde ich meine Wäsche dann los, und kehrte auf dem Rückweg zum Boot im Shop ein, um mich mit Harz, Härter und Matten einzudecken. Brad hatte zwar erwähnt, im Badinnenraum müßte ich wohl Vinylester benutzen, weil da bereits mit 2K-Farbe lackiert ist und Polyester nicht haften wird bzw. nicht aushärtet, den gibt’s hier im Shop aber gar nicht. Mal sehen, ob ich Brad einen Liter abluchsen kann.

Um nicht gleich im ersten Anlauf einen der Lukenrahmen zu vergurken, habe ich meinen allerersten Versuch mit Polyesterharz und Glasfaser überhaupt erstmal auf den künftigen Zwischenboden im Batteriefach beschränkt. Wenn das in die Hose geht, sieht es wenigstens niemand 🙂

20mm Sperrholz. Oberseite mit 610g Biaxialgewebe laminiert.

Sah aber am Ende doch ganz brauchbar aus und sollte den geplanten Zweck wohl erfüllen. Im Grunde genommen natürlich eine völlig überflüssige Aktion, schließlich ist das Fach in keiner Weise durch Wasser gefährdet und ich habe auch nur die Oberseite „verglast“, aber es ging ja in erster Linie auch ums Ausprobieren, wie man sowas macht. Hat funktioniert 🙂