535 Liter

Das ist die nutzbare Kapazität meiner beiden 300L-Wassertanks, bevor die Pumpen anfangen, Luft zu saugen. Heute Mittag war auch mein zweiter Tank leer und ich mußte Wasser bunkern. Dank dieses Gardena-Durchflußmessers, den ich neulich mitgebracht hatte, weiß ich jetzt wenigstens endlich, wieviel in meine Tanks eigentlich reinpaßt, bzw. wieviel davon tatsächlich nutzbar ist. Gut 500L Wasser sollten für mich allein wohl theoretisch auch ohne funktionierenden Watermaker über jeden Ozean ausreichen.

Durchflußmesser

Ich muß zugeben, das mit den beiden wechselweise gegeneinander arbeitenden Druckwasserpumpen funktioniert besser, als ich ursprünglich gedacht hatte, als ich das ganze mal konzipiert habe. Jeder der beiden Tanks hat eine Druckwasserpumpe direkt neben sich, die in eine gemeinsame Druck-Leitung einspeist und über einen Aktivkohlefilter dann in das ganze restliche System mit Druckspeicher, Boiler und Zapfstellen.

Meine Befürchtung dabei war gewesen, daß ggf. eine der beiden Pumpen über die andere in deren Tank zurückpumpen könnte, solange diese ausgeschaltet ist. Tun sie aber nicht,  alles gut. Dann kann als nächstes der Punkt „Vernünftige Tankdeckel mit allen Anschlüssen bauen“ auf die ToDo-Liste. Da die beiden Tankgeber für die Wassertanks zwar eingebaut, aber noch nirgends angeschlossen sind, kann man derzeit nämlich lediglich bei abgeschraubtem Deckel sehen, wann der Tank tatsächlich voll ist. Oder man wartet halt drauf, daß es irgendwo überläuft …

Nachdem ich gestern Abend nochmal ein wenig im Netz rumgestöbert habe, ließ sich auch herausfinden, was genau das eigentlich für ein Grill/Braai ist, der da so nutzlos an meiner Reling rumhängt. Ein rund 25 Jahre alter „Chef Camper S/S Gas Braai“ von der Firma BBQConcepts aus Durban, Die Firma heißt inzwischen zwar einfach „Chef“, existiert aber immerhin noch. Selbst das aktuelle Modell sieht eigentlich noch genau so aus, wie mein Grill.

Nur fehlt bei meinem inzwischen blöderweise die Hälfte, und die andere Hälfte ist, abgesehen von der Außenhülle als einzig verbliebenem Bauteil in einwandfreiem Zustand, mächtig vergammelt. Und da es beim Hersteller auch keine einzeln zu kaufenden Ersatzteile gibt, habe ich gestern Abend einfach einen neuen bestellt. Kostet einschließlich des Hochdruck-Reglers letztlich sogar eine ganze Ecke weniger als der kleine runde Magma Gasgrill mit Relingsbefestigung,  der ursprünglich meine erste Wahl gewesen war, sieht doch deutlich durabler aus als dieser, hat mehr Platz und braucht entgegen meiner gestrigen Vermutung angeblich wohl nicht mehr, sondern trotz oder wegen des „high pressure“-Systems eher weniger Gas als übliche 30mbar-Gasgrills, da mit drastisch mehr Power wesentlich schneller gegrillt werden kann. So zumindest die Werbeaussage dazu. Wir werden sehen.

Im Nachhinein betrachtet, kann ich mich ob der Nichtverfügbarkeit irgendwelcher Ersatzteile zumindest damit trösten, daß ein fast kompletter Neuaufbau aus Einzelteilen mutmaßlich auch nicht ernsthaft günstiger gewesen wäre. Und Langfahrtsegeln ohne Bordgrill geht nun mal irgendwie garnicht 🙂

Sobald ich darauf meine ersten „flamegrilled“ Steaks, Burger oder eine selbstgefangene Dorade in einen eßbaren Zustand versetzt habe, gibt’s Bilder davon.

Zum Kochen hatte ich heute aufgrund der vorherrschenden Temperatur allerdings immer noch keine Lust. Auch wenn inzwischen draußen nur noch um die 30 Grad sind: Mir ist warm. Beim Einlaminieren der Schottwand neben dem Batteriekasten heute vormittag war ich nach wenigen Minuten schweißgebadet, obwohl das nun wahrlich keine sonderlich anstrengende Tätigkeit war. Morgen kommen noch zwei Lagen Glasfaser in die Kanten, um das Ding weiter zu stabilisieren, und dann muß gut sein.

Außerdem hatte ich vorgestern beim PnP tatsächlich mal ein anständiges Graubrot im Gegensatz zu den sonst nur erhältlichen Labber-Sandwichtoasts ergattern können. Das war es wert, anstatt warmem Essen mal eine meiner beiden mitgebrachten Dosen gekochte Mettwurst aufzumachen. (Entgegen der Klassifizierung beim Zoll in Hannover neulich war die dann aber doch nicht „hart“, sondern genau so, wie sie sein sollte 🙂 )

Anscheinend extra für, nach anständigem Brot lechzende, Immigranten aus Deutschland hergestellt, wie nett …