Archiv der Kategorie: Beiboot

underpressure …

Ich fühle mich ein wenig drucklos zur Zeit. Nicht nur, daß ich seit  Tagen total schlapp bin und mich nur mit Mühe aufraffen kann, irgend etwas sinnvolles anzufangen, mein Blutdruck scheint sich synchron mit dem Gewicht zu bewegen. Tabletten gegen überhöhten Blutdruck nehme ich schon seit Monaten nicht mehr, da er sich eigentlich permanent im Normalbereich bewegte.

Letzten Dienstag allerdings hatte sich das nochmal eine Stufe verändert, und irgendwie kam ich den ganzen Tag nicht aus dem Quark. Minimum irgendwann Mittags war 102:70 und so fühlte ich mich auch; wenn das noch lange so weitergeht, muß ich wohl doch mal zum Doc. Ein paar Tassen Kaffee und eine Scheibe Brot als Sofortmaßnahme haben ihn zumindest wieder in einen halbwegs normalen Bereich angehoben…

Das ganze bei Außentemperaturen um die 36°C und 60% Luftfeuchtigkeit. Bäh… underpressure … weiterlesen

Boxing Day

Der 26.12. ist im englischsprachigen Raum der sogenannte Boxing Day, traditionell der Tag, an dem die „Servants“ ihr Päckchen  mit dem Weihnachtsgeschenk(en) erhalten. Behauptet jedenfalls Wikipedia. Ok, trifft mich nicht wirklich, ich habe keine  Bediensteten mehr. Insofern war das für mich ein schlichter Samstag, wie alle anderen auch. Irgendwann gegen 5h30 wurde ich wach, blieb noch eine halbe Stunde sinnierend liegen, da schließlich in Deutschland Feiertag ist und nicht mit einer neuen Tageszeitung zu rechnen war, und stand gegen 6h dann tatsächlich auf, weil mir langweilig wurde.

Das Wetter sah um die Zeit noch nicht wirklich vielversprechend aus, gerade mal 22°C, komplett bewölkt und eigentlich hätte es von der Optik her heute auch genausogut regnen können. Hat es dann doch nicht, also habe ich mir ein paar Eier, Würfelspeck und ein paar noch im Kühlschrank auf ihren Einsatz wartende Russians in die Pfanne geworfen, ein Ciabattabrötchen getoastet und gemütlich im Cockpit gefrühstückt. Für einen 2. Weihnachtsfeiertag ein ganz netter Anfang, auch wenn ich mir beim Brötchenaufschneiden allen Ernstes mit dem Brotmesser ungeschickterdings übelst in die Daumenkuppe gesägt habe. Sowas hatte ich auch lange nicht …

Frühstück 🙂

Als erste gute Tat des Tages mußte für ein bischen brauchbare Musikuntermalung gesorgt werden. Nachdem mir kürzlich aufgefallen war, daß der der Logitech Blutooth-Adapter, der bislang meinen PC mit dem Radio verbunden hatte, nicht nur einen Klinken-, sondern auch Cinch-Ausgänge besaß, und meine Cockpit-Lautsprecher über einen separaten Fusion-Verstärker mit Cinch-Eingängen betrieben wurden, solange ich noch ein funktionierendes Radio  besaß, lag es nahe, das mal eben umzustricken. Funktioniert, und nun habe ich mit dem Teufel Boomster auf der einen, und den Cockpitlautsprechern auf der anderen Leitung, wenigstens wieder halbwegs brauchbaren Sound. iTunes angeworfen, die BarJazz-Playlist ausgewählt, und der Tag war wenigstens akustisch schon mal gerettet.

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Lockdown, Tag 119

Die Camper in diesem Lande werden auch immer dreister: Irgendjemand hat doch tatsächlich mitten in der Zufahrt zur Slipanlage ein 2-Mann-Zelt aufgeschlagen 🤣 

nicht mehr viel übrig …

Der Abbruch des gelben Kahns nimmt zügig seinen Lauf: Außer ein paar Bodenstücken, ist nach einer Woche mit Presslufthammer und roher Gewaltanwendung nicht mehr so ganz viel übrig geblieben. Im Gegensatz zu meiner Behauptung von letzter Woche, ist das übrigens gar kein GFK-Boot, sondern besteht, oder besser bestand, aus Ferro-Zement. Was die Entsorgung insofern dramatisch billiger machen dürfte, als es nunmehr nicht länger Sondermüll, sondern nur noch Bauschutt ist. Lockdown, Tag 119 weiterlesen

Gestranded!

Ist ja man gut, daß ich nicht großartig unter Zeitdruck stehe. Diese Woche ist nun wirklich herzlich wenig passiert. Jaques hat mich mit meinem Mastkram erneut hängen gelassen, meine Segel sind somit immer noch nicht montiert (nachdem ich bei dem Versuch, zumindest schon mal die Kutterfock auf den Furler zu ziehen feststellen mußte, daß sich der gesamte Furler eigentlich überhaupt nicht drehen läßt und somit keinerlei Funktion innehat :roll:). Somit war wieder mal eine Woche Kleinkrambasteln angesagt.

Mittlerweile habe ich wenigstens die von Andries verkehrt herum angeschlossene Schaltung im Z-Antrieb in die richtige Position zurückgebaut, so daß der Kahn jetzt immerhin vorwärts fahren sollte, wenn man den Hebel nach vorn schiebt. Desweiteren habe ich  ungefähr 120m neue Strippen für die verschiedenen Schoten, Furlerleinen, Spifall und Toppnant erstanden, alle hübsch einfarbig in knalligen Farben zur besseren Unterscheidung, statt nur das übliche Weiß mit Farbtupfern. 🙂

Bunte Strippen …

Simon hat den größten Teil der Woche „im Keller“ verbracht. Ich hatte ihn den leergepumpten Steuerbord-Tank erneut anschleifen lassen, ebenso wie die dahinterliegende Bilge, und dann weitere 4-5 Lagen Glasfasermatte innen, und 6 Lagen außen aufgebracht. Das Ganze im Anschluß erneut angeschliffen und innen und außen mit Foodgrade-Epoxy versiegelt. Und was hat es geholfen? Nix! :motz:

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mehr Wind …

Das Wetter hält sich recht hartnäckig.  Man könnte  fast meinen, der Sommer sei vorüber.  Es ist zwar immer noch teilweise warm, aber bös windig und zwischendurch ist die Nachttemperatur auf 19° abgesackt. Ich war versucht, mir eine lange Hose anzuziehen … Nachdem es sich knapp zwei Tage lang etwas beruhigt hatte, ging es heute Nacht wieder los: Dreißig Knoten Wind aus Süd, und dank des ziemlich langen Fetch von der Hafeneinfahrt bis zu meinem Steg, fast ein halber Meter Welle. Fühlt sich derzeit alles ein klein wenig bockig an, hier an Bord. Als Simon gegen 8h30 aufschlug, hatte er sich gar nicht erst die Mühe gemacht, sich arbeitsmäßig umzuziehen, pumpte mich um 200R bis Montag an, und war wieder verschwunden.

Im Großen und Ganzen, war dies ohnehin eine ziemlich gebrauchte Woche, sozusagen. Dank des Wetters ist nix wirklich fertig geworden, und das bischen, was wir angefangen haben, steckt irgendwo mittendrin fest. Die beiden Risse im Rumpf, die ich zu laminiert hatte, sind wenigstens geschliffen und versiegelt.

ist ja ein Arbeitsboot 🙂

Und da ich dabei eh schon so halb außenbords gehangen hatte, dachte sich Simon wohl, warum nicht gleich vom Dinghy aus schleifen …

Der Steuerbord-Wassertank ist inzwischen zulaminiert, die Rückwand mit nochmal 4 Lagen Wirrfaser verstärkt, das Loch verschlossen und mit SolidBond #20 gefüllt, und als nächstens kommen jetzt noch weitere 2-4 Lagen Glasfaser von der Innenseite dagegengepappt. Und wenn das dann auch alles nix hilft, soll’s mir egal sein. Dann lebe ich eben mit dem Wasser, das ich verbrauchen kann, bevor es sich in die Bilge verabschiedet. Die ist jetzt auch komplett geschliffen und teilweise zusätzlich mit Glasfaser belegt. Vielleicht sollte ich sie einfach noch mit Foodgrade-Epoxy streichen, dann kann ich das da eventuell nun immer noch anfallende Wasser immerhin noch in einen Kanister zum Waschen umpumpen… mehr Wind … weiterlesen