Archiv der Kategorie: Fun

Lockdown, Tag 160

Damit das hier nicht den Eindruck erweckt, ich würde neuerdings nur noch rummeckern: Nein, hin und wieder erlebe  ich her auch Tage, an denen tatsächlich mal was funktioniert. Heute zum Beispiel war so einer.

Angefangen damit, daß ich erst kurz vor acht und ziemlich ausgeschlafen aufwachte ohne daß mir mal irgend etwas weh tat, und dabei in einen strahlend blauen Himmel blickte, war es bereits um die Uhrzeit angenehm warm und staubtrocken. Zwei Scheiben Toast zum Frühstück verhaftet, und als nächstes wurde (endlich) die Waschmaschine angeschmissen. Just in Time, sozusagen, denn mein Vorrat an sauberen Shirts und  Slips endete genau heute morgen.

Kurz nach halb neun stand John vor dem Boot, ein strahlendes Grinsen im Gesicht, wünschte mir Lockdown, Tag 160 weiterlesen

Lockdown, Tag 70

Das verkommt hier noch zum reinen Foodblog, wenn das so weitergeht. 🙂 Eigentlich wollte ich heute einen weiteren Rahmen unter eine der verbliebenen Luken basteln. Auf Maß zurecht geschnitten ist er auch immerhin schon; bevor ich soweit war, ihn zu montieren, habe ich dann allerdings zwischendurch „mal eben“ die Angel ausgeworfen, weil die Sardinen wieder da waren, und war dann für den Rest des Tages mehr oder weniger mit Angeln beschäftigt.

Kurz nach dem Frühstück biss dieser 40cm Shad/Elf auf eine ziemlich kleine Sardine. Im Gegensatz zu den beiden in der Vorwoche war dieser nicht nur gut maßig, sondern mit 800g auch schwer genug, um eine sinnvolle Mahlzeit für zwei abzugeben, also durfte er an Bord bleiben..

Zweipersonenfisch

Den Tipp von John von neulich befolgend, wurde er filletiert, „deep fryed“ und Lockdown, Tag 70 weiterlesen

Lockdown, Tag 63

Zumindest die gefangenen Fische kommen größentechnisch allmählich in einen essbaren Bereich, auch wenn ich den auf dem Titelbild wieder zurückgesetzt habe. Dieser Shad, oder auch Elf oder Bluefish (Pomatomus saltatrix) hatte sich am Donnerstag angesichts seiner Größe etwas überoptimistisch eine halbe angetaute Sardine geschnappt, ist per se deutlich essbarer als z.B. der Wallawalla von neulich und hätte zumindest für einen von uns eine brauchbare Mahlzeit ergeben können. Kurz danach biss noch ein weiterer, der allerdings auch nicht größer war, und somit wanderten sie unversehrt wieder zurück ins Wasser, um noch ein bischen weiter zu  wachsen. Meine „Nachbarn“ auf der anderen Seite des Kanals, die zu viert ebenfalls am Angeln waren, hatten entweder mehr Hunger als ich oder weniger Gewissensbisse, jedenfalls  zogen sie diverse Shads ähnlicher Größe raus, die allesamt in einem großen Eimer landeten und mutmaßlich als Suppeneinlage oder auf dem Grill geendet sein dürften …

Auch, wenn der auf dem Titelbild nun gar nicht mal soo klein aussieht und ich  eine Forelle in der Größe wohl nicht zurück gesetzt hätte: Diese Shads werden mit etwas Glück und ein paar Jahre älter auch bis 1.30m lang und um die 30 Pfund schwer. Also waren diese beiden doch noch ziemliche Winzlinge. Lockdown, Tag 63 weiterlesen

Lockdown, Tag 46

Immer noch kein Ende abzusehen. Sonntag war ich bei Leon, dem Manager, um ein Permit für Simon ausstellen zu lassen, der plötzlich und unerwartet, aber unversehrt und locker drauf  wieder aufgetaucht war. Nach den Corona-Statuten des Clubs dürfen die externen Hiwis in Phase 4 (also seit Montag) für bestimmte Tätigkeiten aufs Gelände. Morgan hatte letzte Woche schon mal eine Mail rumgeschickt, in der er das angekündigt hatte und um Arbeit warb, also hatte ich ihn und Jaques ganz unverblümt mal auf die seit nunmehr fast 8 Monaten überfälligen Rest-Arbeiten an Thelxinoe’s Mast hingewiesen. Diese „bestimmten Tätigkeiten“ sind als „Essential Maintenance which cannot be delayed“ eingestuft und umfassen interessanter Weise sogar das Deckschrubben, um den Kohlenstaub loszuwerden, und ähnlich anspruchsvolle Tätigkeiten.

Insofern war es keine große Herausforderung, den immer noch in die Bilge leckenden Backbord-Wassertank als „Essential Maintenance“ zu deklarieren, die auf keinen Fall länger aufgeschoben werden könnte und Simons Unterstützung zwingend erforderlich machte, und Montag morgen gegen 9 Uhr kam prompt der Guard vom Dienst angestratzt und forderte mich auf, Simon gegen Unterschrift am Tor abzuholen. Wichtig wichtig wichtig … Lockdown, Tag 46 weiterlesen

Lockdown, Tag 36

Das Ende der Fahnenstange ist erreicht, am Horizont leuchtet ein Lichtlein auf. 🙂  So rückblickend betrachtet kommt es mir irgendwie surreal vor, daß das tatsächlich schon 35 Tage „eingesperrtsein“ waren, ist aber wohl so.  Ab heute wird der hiesige Lockdown auf Stufe 4 zurückgenommen, d.h. einige der Beschränkungen werden aufgehoben, dafür kommen andere neu dazu (so z.B. eine allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit). Wenn ich das so in der Zeitung verfolge, scheint sich Südafrika bei den Maßnahmen einigermaßen nah an Deutschland anzulehnen, und der gemeldete Erfolg gibt der Regierung wohl recht: Per Heute waren gerade mal 5300 Leute infiziert und es gab knapp über 100 Corona-Tote. Wie sich das dann nach der „Wiedereröffnung“ weiterentwickelt, wird sich zeigen. Lockdown, Tag 36 weiterlesen