4,3,2,1 … kaputt!

Nichts ist so blöd, daß man es deswegen nicht nochmal wiederholen könnte… Bei mir war das heute morgen der Umstand, daß trotz Silikonhülle das vier (!) Tage alte Frontdisplay meines J7 zerbröselt ist, als ich es einfach nur aus der Oberschenkeltasche meiner Shorts zog, bevor ich ins Auto stieg, um meinen vereinbarten Bluttest-Termin wahrzunehmen.

Halbwertszeit: Vier Tage!

Offenbar bin ich mit Handies größer als 4 Zoll üb erfordert und sollte mir wieder ein S4 mini oder sowas zulegen. Das Ding hatte mich ungefähr fünf Jahre lang problemlos begleitet, ungezählte Stürze ohne Hülle vom Schreib- oder Küchentisch überlebt und hat mich nie mit einem kaputten Display genervt. Der einzige Grund, warum ich damals auf das J7 „aufgestiegen“ war, lag in dem Umstand begründet, daß es sich nicht mehr upgedatet hat und die Steuersoftware für meinen DJI Spark deswegen nicht drauf lief.

Dummerweise ist dasS4 ja bekanntlich auf dem Herflug  irgendwo während der Handgepäckkontrolle im Frankfurter Flughafen verschollen. Dieses hier hat mich in nur einem Jahr schon mehr Nerven, Lauferei  und Geld gekostet, als jedes andere vorher. Ich hätte eigentlich stutzig werden müssen, als es sich im zarten Alter von ein paar Wochen eines Morgens mit einem kleinen dunklen Fleck unten rechts auf dem Screen gemeldet hat, der nach ein paar Tagen den halben Bildschirm bedeckte, bis ich es dann  eingeschickt habe. Nuja.

Mein inzwischen vierter Besuch auf dem Postamt von Meerensee in den letzten drei Wochen ergab überraschender Weise mal ein positives Resultat: Mein gestern vor genau vier Monaten über ebay gekaufter zweiter Aircooler, der angeblich am gleichen Tag versendet worden war wie der andere (27.07.), war eingetrudelt. Unglaublich. Kam heute allerdings wie gerufen.

Denn ansonsten war der Tag heute dazu geeignet, nochmal ein neues Bild von meinem „in Kopfhöhe unter der sonnenbeschienenen Salondecke“ plaziertem Thermometer zu machen. Also falls sich irgend jemand von Euch beschweren möchte, daß ihm kalt ist: DAS zumindest ist hier derzeit kein Problem 🙂 Die dazugehörige Außentemperatur lag irgendwo um die 41°C und reduzierte meine Aktivität tagsüber auf das Minimum. (Während Simon fröhlich weiter im Langarm-T-Shirt das Deck schliff und dabei auch noch vor sich hin summte. Frechheit! 🙂

Innentemperatur kurz vor Mittag

Gestern war es zwar auch warm, aber wenigstens bedeckt, so daß die Temperatur im Boot halbwegs erträglich war. Immerhin habe ich mittlerweile sowohl den Boiler elektrisch angeschlossen und ihm den letzten verbliebenen unbelegten Stromkreis in meinem Sicherungskasten zugeteilt,

Die Blutflecken da links sind dem sauscharfen, weil unzureichend entgrateten tollen 0.5mm-Edelstahlmantel zu verdanken, an dem ich mir bei dem Versuch, diese Drähte da reinzufrickeln allen Ernstes beide Zeigefinger aufgeschnitten habe. Kein Tag ohne neue Verletzung. Bootbauen mit Blut, Schweiß und (Wut-) Tränen, sozusagen 🙂

als auch die Kabelwege vom Ladegerät auf dessen endgültige Einbauposition umgeroutet und nochmal neu verdrahtet. Nur noch vier Schrauben, nachdem die Batteriekiste in ihr Fach umgezogen ist,  dann ist auch das Ladegerät fest installiert. Es wird, wenn auch arg langsam…

Wenigstens auf dem Nachbarkat geht es dem Endspurt zu: Greg hat mir heute freudestrahlend verkündet, daß er für nächste Woche einen Travellifttermin vereinbart hat. Unverbesserlicher Optimist, der 🙂 Kurz vorm Dunkelwerden haben sie noch einen Freiwilligen in den Mast hochgeschickt, um den neuen Radardome, den Radarreflektor und zwei Decksscheinwerfer zu installiern. So gesehen, will ich mich mal lieber nicht weiter darüber beschweren, daß mich Morgen damals dazu überredet hatte, meinen Mast für derlei Arbeiten zu legen und das Teil immer noch unterm Boot aufgebahrt ist. Das macht die Arbeiten daran in der Tat vermutlich einfacher.

Der neue Raymarine-Radom paßte natürlich nicht in die Befestigungslöcher das vorherigen Furuno-Radoms, deswegen hatten sie einen Zwischenadapter mit Distanzhülsen gebaut, durch den das neue Ding allerdings so hoch wurde, daß es zusammengebaut nun nicht mehr zwischen Befestigungsplatte und dem Abweiser-Ring oben drüber paßte. Kicher … 🙂

Irgendwann kurz nach Mittag habe ich die drei (Greg, John und Stephen) dazu überredet, mir bei allem Streß mal ein freundliches Gesicht zu zeigen und ein fröhliches „Happy Birthday, Andy!“ in die Kamera zu schmettern. Singen wollten sie allerdings dann doch nicht 🙂

Video: 2018-11-27

Zu Essen gab es heute die Hälfte vom Rest  vom gestrigen Braai. Inzwischen, und ganz besonders bei den aktuellen Temperaturen, macht mir kaltes Roastbeef am nächsten Tag eigentlich noch mehr Spaß als beim Grillen selbst.

etwas intensivgetoastetes Panini mit Roastbeef auf Ziegenkäse. Mjamm. Und ja, das war dann auch schon „mein Essen“ für heute. Kann zwar nicht behaupten, ich wäre jetzt wirklich satt, aber so richtig Hunger habe ich auch nicht mehr, also bleibt es wohl für heute dabei.

Lediglich Remoulade konnte ich hier noch nirgends erbeuten. 

Das in der Tasse war übrigens der Versuch, Eiskaffee zu brauen (Es ist jetzt 21h und im Boot sind immer noch über 30°).  Da mein Gefrierfach im Kühlschrank mit Gemüse und Eiswürfeln voll belegt und die eine Kühlbox derzeit zwingend exclusiv als Getränkekühler im Einsatz ist, muß ich wohl die zweite Kühlbox auch noch aus der Garage holen und als Gefrierschrank nutzen, wenn ich mir mal eine Packung Vanilleeis für „richtigen“ Eiskaffee holen will. Auch die habe ich hier noch nirgends kleiner als 1Kg gesehen, das  werde ich wohl kaum an einem Tag schaffen :-/

Dafür habe ich gestern bei PickNPay aber was anderes gefunden, was ich ebenfalls schon schmerzlich vermisst hatte: Knäckebrot!

Hab’s noch nicht aufgemacht. Mal sehen, ob das was taugt. Das, was sie hier üblicherweise als „french Baguette“ oder „Croissants“ verkaufen, würde ihnen vermutlich jeder Franzose direkt um die Ohren hauen.

Meine Eiswürfelmaschine kommt bei diesen Temperaturen übrigens auch an ihre Grenzen. Normalerweise ist das eine Aktion von „auffüllen, einschalten, und nach einer Stunde den vollen Eiswürfelbehälter in eine Tupperbox umfüllen und ab ins Gefrierfach damit“. Momentan bei über 40° C im Boot ist das allerdings eher eine Sache von „Wasser auffüllen, die ersten drei Chargen abwarten weil eh zu klein, und die nächsten in dann knapp brauchbarer Größe direkt verbrauchen.“  

btw: Nachdem mir Sara letztens schon im Skype-Telefonat sagte, ich sähe aber irgendwie schmaler aus, dachte ich mir, ich poste mal ein aktuelles Bild von mir, bevor mich gar keiner mehr erkennt 🙂

ps: minus 9

Nachtrag:

Eben um 21:50 war dann spontan Schluß mit der Hitze. Innerhalb von drei Minuten waren es nur noch 23 Grad, der Wind drehte auf Süd und ein paar Minuten später wehte es mir im Boot (!) bei weit offener Tür den fast halbvollen Becher O-Saft vom Tisch. Im Funk auf dem Kanal der Hafenbehörde war gerade die Rede davon, daß vor der Hafeneinfahrt wohl um die 50kts wehen.

Meine Fresse …