After the sunshine …

Nun ja. Das müssen wir wohl nochmal üben… Die gute Nachricht ist, daß die Luke über der Navi-Ecke (das war die, die ich ohne jede Dichtmasse nur provisorisch mit Moosgummiband eingesetzt hatte), die heutige Nacht klaglos und mit Bravour überstanden hat, ohne auch nur einen Tropfen durch zu lassen. Die andere über der Pantry, die ich vorschriftsmäßig mit Sikaflex 521 eingeklebt hatte, hat die Nacht deutlich weniger souverän gemeistert. Ganz offensichtlich war ich mit dem Sikaflex an irgendeiner Stelle wohl etwas zu sparsam, jedenfalls haben es über Nacht ungefähr 5L Regen am Flansch vorbei in die Pantry geschafft. Gut, daß ich neulich extra mal einen Eimer gekauft hatte… Im Bad dagegen, wo die neue Luke immer noch ohne jedwede Dichtung einfach nur lose in der Öffnung liegt und man von unten an den Seiten vorbeisehen kann, war es dagegen nicht mal ein halber Liter. Muß man auch nicht unbedingt verstehen…

Mein letztes, noch an Deck installiertes Solarpanel wurde dann auch irgendwann in der Nacht vom Winde verweht und hing heute morgen schlapp über der Reling, nur noch von den Kabeln gehalten. Frühling in Afrika ist toll, auf jeden Fall wird es nicht langweilig 🙂

Simon stand pünktlich Montag morgen um 8Uhr wieder vor der Tür. Inzwischen hat er die beiden Achterdecks abgeschliffen, das Aufnahmefach für den Dieseltank im Steuerbordrumpf ebenso und tobt sich jetzt, da es draußen wieder mal in Strömen gießt und mit 25kts pustet, mit der Schleifmaus im Bad unter der Decke aus, derweil ich eben das Tankfach mit Bilgenfarbe getüncht habe. Mit etwas Glück kommen die bestellten Tankgeber vielleicht tatsächlich diese Woche noch mit, so daß ich zum Wochenende wenigstens schon mal den ersten Tank einbauen und anschließen, das Schott wieder einlaminieren, und dann endlich das Batteriefach fertigstellen und den LiFeYPo4-Block und den Inverter hier aus dem Weg schaffen kann. Danach ist dann irgendwann auch mal die andere Rumpfseite dran…

Der gestrige Sundowner im Cockpit war mal einer der etwas spektakuläreren Art. Da ich derzeit das einzige Boot ohne stehenden Mast habe und somit jede Menge Blitzableiter um mich rumstehen, hatte ich die Kamera auf den Tisch gestellt und aufnehmen lassen, und im Niedergang sitzend meinen Mokka zur Lightshow genossen. Bis es gefühlt irgendwann in einem der Nachbarboote eingeschlagen hat, zumindest aber irgendwo in unmittelbarer Nähe auf dem Clubgelände. Den dazugehörigen Sound hat die Kamera leider nicht so recht miterfaßt…

Habe das

Klick!

Den Braii-Abend habe ich dann angesichts des Wetters gestern ausfallen lassen. Ich hatte zwar Nachmittags extra noch zwei Lammkoteletts besorgt, aber da mir beim gleichen Einkauf erstmals hierzulande auch „Brussel Sprouts“ in die Finger gefallen waren, werde ich davon wohl mal was anderes basteln. Als erstes landeten gestern jedenfalls gleich ein paar davon zusammen mit ein wenig mehr Fleischeinlage und Nudeln in einer Hühnersuppe, die dadurch doch ziemlich gewonnen hat.  Und da Rosenkohl ja angeblich auch dreimal soviel Vitamin C enthält wie Orangen, kann das für meine immer noch recht nervige Erkältung ja nur gut sein.  (Paßt auch geschmacklich irgendwie viel besser zu Hühnersuppe als Orangen)  🙂

Anti-Erkältungs-Hühnersuppe mit Rosenkohl-Einlage. Verblüffend gut 🙂