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gar luschtik i-hist das Seglerleben …

Also an so manchen Tagen geht mir dieses „Abenteuer Seefahrt“ doch durchaus schon mächtig auf den Zeiger, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Heute morgen wollte ich eigentlich „nur mal eben“ die Cockpit-Lautsprecher verkabeln und war im Begriff, die dafür mitgebrachte und in einer der Kisten unter der Koje in der Backbord-Achterkabine verstaute Endstufe herzukramen, als ich etwas unerwartet auf das hier stieß:

Da war ich mit meiner Aussage von Mittwoch, ich hätte die Achter-Kabinen trockengelegt, wohl etwas voreilig. Hätte vielleicht auch mal eine Etage tiefer nachsehen sollen, nachdem Simon am Donnerstag angemerkt hatte, er hätte zwei Liter Wasser aus dem Tankfach weggewischt. :wall: (Das übrigens direkt mit der Nacelle-Bilge verbunden ist, in die ich seitdem auch noch nicht wieder reingesehen habe. Mal sehen, was mich da noch erwartet, nachdem ich das Abflußloch ja neulich zulaminiert hatte …

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Should I stay or should i go now?

Auf Windy.ty ist auch kein Verlass mehr: Eigentlich war Regen und Mistwetter bis einschließlich Samstag angesagt, stattdessen war es Donnerstag bestenfalls ein bischen bewölkt, und heute waren 32° bei ganztägig strahlendem Sonnenschein und kaum Wind. Ideal, um mal eben ein paar Stagen anzubauen…

Wider alle Erwartung, kam Jaques heute gegen 11 Uhr tatsächlich mit zwei Schergen angetrabt, um kaum fünf Monate, nachdem ich sie bezahlt hatte, meine Stagen anzubauen. Nachdem sie die neuen Backstagen an Deck drapiert hatten, rückten die beiden Hiwis nochmal ab, um das umgebaute Vorstag zu holen, Jaques wurde in den Mast hochgewinscht und innerhalb von drei Minuten war das neue Vorstag mit der (alten) Rollreffanlage oben eingehängt. Should I stay or should i go now? weiterlesen

Diggin‘ in the dark

Der Strom ist schon wieder weg :motz:Ich sitze hier im halbdustern offline bei immer noch Dauerregen und klimpere bei gerade mal 18° auf der Tastatur rum, mein Inverter läuft auf Sparflamme, weil die 1500W halt nicht ausreichen, um auch noch den Heizlüfter mit zu betreiben, und irgendwie fühle ich mich gerade ein wenig angenervt.

Der heutige Tag war der Rekonvaleszenz gewidmet. Angesichts der Tatsache, daß ich seit knapp zwei Wochen sporadische Magen- und Darmprobleme gehabt hatte, fand ich am Sonntag auch noch Blut an einer Stelle, wo definitiv keins hingehört hätte, und beschloß, zeitnah etwas zu unternehmen. Also packte ich nach einer reichlich unruhig verbrachten Nacht am Montagmorgen ein paar Klamotten und ein Handtuch in meine Tasche, setzte mich um kurz vor Sechs ins Auto, und fuhr zum „Netcare, The Bay“ – Hospital, um der Sache auf den Grund gehen zu lassen.

Dort angekommen, durchlief ich drei verschiedene Aufnahme-Rituale mit all den Nebenschauplätzen von Blutentnahme bis Anamnesezettel ausfüllen, die bei so einer Aktion halt zu erledigen sind, wurde geröntgt, blutdruckgetestet (zweimal innerhalb von 5 Minuten, mit ungefähr 100% Differenz :-?), hatte innerhalb einer Stunde einen Termin bei einem Facharzt, dem ich meine medizinische Vorgeschichte erzählte, und eine weitere Stunde später lag ich für eine Colonoscopie auf einem OP-Stuhl.

Als ich gegen 14h wieder wach wurde, teilte mir der Doc mit, sie hätten eine Zyste entfernt, wohl etwas oberhalb des Bereichs, der damals im Zuge der Sigma-Resektion entfernt worden war. Nichts wirklich dramatisches also. Ich hatte ja schon leise befürchtet, mir eventuell bei all dem Chaos hier auch noch ein Magengeschwür eingefangen zu haben.

Insofern: Alles gut. Und besser hier, als irgendwo mitten auf dem Atlantic und Diggin‘ in the dark weiterlesen

Bits & Pieces

Tachauch! Sodele, der Strom, und somit auch Internet, ist wieder da, dann kann ich ja jetzt doch noch ein bischen ablästern :-)

Derzeit ist es nämlich echt etwas nervig mit der Loadshedderei: Die gesamte Woche über war wirklich jeden Tag für drei Stunden der Strom weg. Solange das tagsüber geschieht, stört mich das im Normalfall eher wenig, nötigenfalls schmeiß ich halt den Inverter an, wenn ich wirklich mal ein Elektrowerkzeug gebrauchen will, aber wenn das Abends passiert, ist es schon lästig.

Das ist auch nichts, was man ernsthaft einkalkulieren kann. Vermutlich gibt es irgendwelche internen Tabellen bei den Stromversorgern, wann welcher Stadtteil abgeschaltet wird, aber irgendwelche öffentlichen Bekanntgaben habe ich dazu noch nicht gefunden. Das Einzige, worauf man sich halbwegs verlassen kann ist, daß es im Normalfall drei Stunden dauert.

Heute ging es um 18h30 los und hat prompt die um 18h begonnene allfreitägliche „after work“-Party an der Beachbar zwar nicht zum erliegen, aber immmerhin zum verstummen gebracht. Poff, und Ende mit Musik. Dabei waren die beiden, die da live Blues brachten, gar nicht mal so schlecht. Auf eine unplugged-Session waren sie aber ganz offenbar nicht vorbereitet :mrgreen: Bits & Pieces weiterlesen

Elektrische Mysterien und anderweitig spannungsgeladenes

So hin und wieder mal bin ich, auch wenn mir diese An-Land-Steherei ansonsten inzwischen ziemlich auf den Zwickel geht, doch ganz froh, noch festen Boden unter den Füßen zu haben. Gestern zum Beispiel war so ein Tag.

War ich morgens gegen sechs noch bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht und hatte frohen Mutes meine Camping-Maschine voll T-Shirts geladen, bezog es sich noch vor dem Klarspülen und bevor ich die Dinger nur auf Bügel gehängt und irgendwie nach draußen gebracht hatte, goß es wie aus Eimern und hatte auf 35 Knoten aufgefrischt, die sich im Verlauf des Abends noch bis auf die oben abgebildeten knapp 45 hochschraubten. Eines muß man dem Wetter hier lassen: Es ist wirklich schnell … Elektrische Mysterien und anderweitig spannungsgeladenes weiterlesen