Bad? Bad!

Die letzten zwei Tage war Badtag angesagt. Nicht zu verwechseln mit Badetag oder Waschtag, wohlgemerkt… Nachdem die letzten beiden meiner noch einzubauenden Teile fertiggestellt und von Brad letzte Woche abgeliefert worden waren, habe ich Samstag morgen damit begonnen,  meine 572,-€-Schranktüren mit Stichsäge, Flex und Dremel zu verschönern 8-O, um sie dann später auch tatsächlicheinzubauen.

Mit dem Dremel die Ausschnitte für die versenkten Scharniere gefräst
Man hätte die Dinger natürlich auch andersrum einfach außen draufsetzen können, ich fand das so allerdings gefälliger.
Das wird der Ausschnitt für den Wasserdichten Klorollenhalter
Diesen nämlich. Mein „Badezimmer“ ist so groß wie eine Telefonzelle. Wenn ich da dusche, ist zwangsläufig anschließend alles naß.

572,-€, in der Tat. Da sich Brad bei seiner Stundenmeldung an Morgan für das von mir zusätzlich in Auftrag gegebene Winkeldings dankenswerterweise sehr zurückgehalten hatte, ist das nun der Preis, den ich für drei Schranktüren, eine Winkelabdeckung vor dem Tankfach im Schrank und eine weitere für die beiden Schläuche am Boden bezahlt habe. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, hätten sie sie dafür allerdings wenigstens adäquat lackieren können. Es ist zwar weiße Farbe drauf, aber der gesamte Rest des Bades ist hochglanz-lackiert, nur die beiden Eck-Dinger sind matt. Nun ja…

Von den Türen paßten immerhin zwei von drei tatsächlich in den vorgesehenen Ausschnitt. Daß ich die dritte um einen Milimeter kürzen mußte, weil sich Brad offenbar vermessen hatte, habe ich so hingenommen und halt selbst nachgearbeitet. Mit Maßen hat er’s nicht so, wie wir seit der Aktion mit den Tanks wissen. 🙂

Daß die beiden Winkelstücke einfach in erster Linie „winklig“ waren und an jeder Seite 5cm zu lang, erforderte dann etwas mehr Aufstand und hat mich den größten Teil des Sonntags gekostet, bis sie tatsächlich anständig paßten.

Bis dahin immerhin schon fast fertig

Die beiden Eckteile stehen zwar momentan noch lose drin, weil ich erst noch ein paar passenden Auflagen basteln muß um sie fest zu kriegen, aber man sieht immerhin, wie es mal aussehen soll. Und ja, das da links ist ein Bidet, auch „arabic shower“ genannt.

Ursprünglich wollte ich überhaupt kein Toilettenpapier an Bord haben, aber vielleicht krieg ich ja doch irgendwann nochmal Besuch, dann könnte das zu leichten Irritationen führen :mrgreen:.

Nachdem Simon am Donnerstag nicht wieder auftauchte, hatte ich schon fast befürchtet, daß er bei irgendwelchen Unruhen im Zuge der Wahlen verhaftet oder gar gewählt worden war, aber nein, am Samstag tauchte er wieder auf: „er hätte ‚Flu‘ gehabt“. Ich hatte die beiden Tage damit verbracht, noch ein bischen am Cockpit weiter zu schleifen

und dann die erste meiner Bullaugen-Mützen anzubauen, bevor mir der Wind zu heftig wurde und ich mich nach drinnen verzogen habe.

So von der Seite betrachtet schätze ich, es könnte sich als sinnvoll erweisen, noch ein paar zusätzliche dicke Fender zu erwerben. Ansonsten könnte es passieren, daß das Ding beim nächsten schleusen etwas angeditscht wird, da das jetzt die breiteste Stelle am Boot ist. Glücklicherweise ist die nächstgelegene Schleuse auf meiner geplanten Route erst die im Panama-Kanal, bis dahin wird es wohl noch etwas dauern 🙂

Außer ein bischen weiterem Elektronik-Gebastel und -programmieren, gab es auch mal wieder Huhn. Da das letzte ausgezeichnet gewesen war, habe ich das so ähnlich „frei Schnauze“ wieder gekocht. Nachdem ich mich die ganze Woche über fast nur von Cornflakes und Obst mit Yoghurt ernährt hatte, eine gelungene Abwechslung im Speiseplan. Und da das locker für zwei Tage reichte, habe ich den übrig gebliebenen Reis von gestern zusammen mit  dem übrig gebliebenen Rest von gestern in den Wok geworfen, in der Pfanne ein paar Tortillas warmgemacht und dann gab es das ganze als Fajitas. Auch sehr lecker.