ohne Worte

 So allmählich gehen mir, neben der bisher vergleichsweise guten Laune, auch noch die sarkastischen Titel aus. Heute ist Tag 11 der Lukenumrüstung, und wenn man genau hinsieht, sahen die beiden Ausschnitte heute Nachmittag eigentlich um keinen Deut besser aus als letzten Freitag um die gleiche Uhrzeit.

Ok, Montag waren die Hiwis angeblich alle krank, und Mitte der Woche ging einen Tag lang wegen Böen bis 35kts auch nicht viel an Deck, aber mittlerweile finde ich die hier an den Tag gelegte Vorgehensweise alles andere als lustig.

Gestern war es dann soweit, daß tatsächlich einer der Profis auf die glorreiche Idee kam, nach 9 Tagen des Laminierens, Feinspachtelns und Schleifens der Ausschnitte probeweise mal eine der Luken aufzulegen und einzupassen. Ich war nicht wirklich überrascht, daß die in den, inzwischen an allen Seiten mit fünf Lagen Glasgewebe verstärkten Rahmen gar nicht mehr reinpaßte. Er offenbar schon.

Die Abhilfe sah dann so aus, daß die mühsam in den Tagen zuvor mit Feinspachtel halbwegs in Form gebrachte und ansatzweise geglättete Oberfläche eben mit Flex und Schruppscheibe wieder entsprechend in den vorherigen Zustand versetzt wurde. Argggghhhh …

vorletzten Dienstag
Letzte Woche Freitag
Diese Woche Freitag

Morgen ist Samstag, Montag ist Feiertag, also geht es frühestens am Dienstag weiter. Mit ein wenig Glück (und passendem Wetter) könnte dann tatsächlich nächsten Freitag nach nur drei Wochen Gebastel schon Farbe auf den ersten beiden Lukenausschnitten sein….

In der Zwischenzeit hat sich wenigstens im Innenraum ein bischen was getan: Gestern morgen war Brad da und hat ein paar Schablonen aus Presspappstreifen gebastelt, um die äußeren Abmessungen der zu laminerenden Fensterverblendungen festzulegen.

Brad und sein HiWi beim Schablonenbau

Heute morgen kam er doch tatsächlich schon mit den fertig laminerten und zurechtgesägten Platten an, worauf ich mit Andy dann die Schablonen mit Heißkleber provisorisch wieder anbaute, um damit die Maße der eigentlichen Fensterausschnitte zu ermitteln.

Nein, das ist nicht die eigentliche Verblendung. Das ist nur eine Schablone.

Da die Jungs dieses GFK-Sandwich-Material nicht mit so profanem Feinmechaniker-Spielzeug wie Stich- oder Kreisssäge oder gar Multimaster bearbeiten, sondern eigentlich nur mit der Flex (meine eigene ist bekanntlich irgendwann zwischen meinen letzten beiden Aufenthalten hier verschollen) und wir nun wirklich schon genügend Staub im Boot haben, werde ich das Ausschneiden  besser  an Brad delegieren. Mal sehen, mit was er dann Dienstag hier zurück kommt und ob wir alles richtig gemessen haben. 🙂

Bei der Pizza-Zubereitung im Gasbackofen hat sich inzwischen eine gewisse Routine eingestellt; mittlerweile werden die Dinger richtig ansehnlich, sind knusprig (aber nicht mehr verbrannt) 🙂 und schmecken wirklich gut.  Dank eines irgendwoher aufgetauchten zweiten Grillrosts in perfekt passender Größe, kann man bei Bedarf jetzt sogar zwei große Pizzen übereinander auf einmal backen.

Das war (vor dem aufpimpen mit Seafood) mal eine simple Dr. Oetker Margherita

Schaun ‚mer mal, ob ich die dann ab nächster Woche wohl auch selber so hinkriege, wenn Andy wieder nach Hause fliegt und ich plötzlich ohne dedizierten Smut dastehe 🙂

Nachdem uns die von Morgan leihweise zur Verfügung gestellte Verbraucher-Batterie jetzt immer öfter im Stich läßt und sich mit meinem LiFePo-Ladegerät scheinbar auch nur sehr eingeschränkt verträgt, habe ich vorhin mit Andy erstmal die bislang immer noch im Sharan gelagerte Lithium-Batteriebank aufs Boot gewuppt und werde wohl morgen ein  großes, feistes Loch in die Kojenbretter der Steuerbord-Achterkabine sägen, um das Trumm dort einzupassen und  dann anzuschließen. Gleich, nachdem ich die Kabine vom Schleifstaub der letzten 4 Tage befreit habe …