Summer is here

Was ein Wochenende… Eigentlich hatte ich ja vor, Freitag abend umgehend ins Bett zu fallen und bis Samstag Mittag durchzuschlafen, aber irgendwie war ich dann gegen halb fünf trotzdem schon wieder wach. Habe mir die Zeitung runtergeladen, den ersten Kaffee des Tages gekocht und zwei Scheiben Toast eingeworfen.  Als gegen sieben die Spechte nebenan die Arbeit aufnahmen, war ich mit der Zeitung durch, hatte den noch im Auto stehenden Koffer ins Cockpit geholt und angefangen, alles auszupacken. So wie es aussieht, haben selbst die beiden 80cm LED-Unterbau-Leuchten, die nur haarscharf gerade so eben diagonal in den Koffer gepaßt hatten, den Transport überlebt 🙂 Nach den bisherigen Erfahrungen, hatte ich doch leichte Zweifel daran gehabt. Also abgesehen davon, daß ich wohl meinen sekundären Ruderlagegeber zu Hause vergessen habe, der eigentlich an den Z-Antrieb soll, scheine ich wohl alles mitgebracht zu haben, was noch mitzubringen war.

Wie auch immer, so ganz viel ist am Samstag dann nicht mehr passiert. Auf dem Weg zur Dusche lief mir Andries über den Weg, der gerade dabei war, einen auf dem Dolly im Slipway geparkten Monohull quietschgelb zu lackieren und mir freudestrahlend zubölkte, er habe den Dichtring am Z-Antrieb letzte Woche schon gewechselt. Aha. Naja, feucht ist es an der Stelle immer noch, und der obere Deckel ist immer noch nicht wieder vernünftig verschraubt und hängt auf halb Acht, aber mag sein, daß der Wellendichtring tatsächlich gewechselt ist. Zumindest lag ein Eimer unter dem Antrieb, aus dem mich frisch aussehendes Öl anlinste, also irgendwas scheint er tatsächlich gemacht zu haben. Wir werden sehen…

Samstag war somit ein Verdamel-Tag. Außer auspacken und ein bischen einsortieren habe ich nicht mehr ganz viel erledigt und mir dann nur noch Abends zwei der mitgebrachten neuen Filme reingezogen. (Auf dem Flug hatte ich übrigens Spiderman – far from home und Aquaman gesehen. Auch wenn ich eigentlich durchaus bekennender Marvel- und DC-Fan bin: Was ein Hohlsinn…)

Sonntag morgen waren die Spechte ebenfalls um kurz nach sieben schon wieder im Gange. Ich habe sie noch eine halbe Stunde lang ignoriert, bin dann aber doch aufgestanden und erstmal duschen gegangen. Es fühlte sich so an, als würde es heute warm werden. Und so war es dann auch . Nach dem Frühstück nahm ich mir den mitgebrachten Linearmotor vor, suchte zehn Minuten lang nach den Wippschaltern für die Ankerwinde, von denen ich sicher war, daß ich irgendwann mal mindestens zwei davon mitgebracht hatte, und habe das Ding anschließend provisorisch mit einem davon verdrahtet. Funktioniert. 🙂

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Also wenn ich jetzt noch eine passende Aufnahme für den Linearmotor in den Motorraum gebastelt kriege, sollte sich der Antrieb wohl „by wire“ lenken lassen. Auch wenn der Linear-Motor nicht der Schnellste ist (für die 250mm Hub braucht er rund 16 Sekunden von ganz rein bis ganz raus), um den Antrieb bei Schritttempo im Hafen lenken zu können, sollte das wohl reichen.

Als nächstes waren die Kühlboxen dran. Neulich hatte ich ja bereits die zweite Box aus dem Sharan geholt und erstmal nur im Boot verstaut, jetzt ist sie ebenfalls angeschlossen und kühlt wie gewohnt, nachdem ich eine passende Zuleitung gebastelt hatte. Da ich derzeit nicht unbedingt eine Gefrierbox brauche, läuft auch die zweite Kühlbox jetzt erstmal ganz normal im Kühlschrankbetrieb mit +4°C. Beim Versuch, die dann mit irgendwas sinnvollem zu füllen, entdeckte ich im Getränke-Schapp unter der Spüle, daß die hiesigen Cola- und Schweppes-Dosen offenbar nur eine begrenzte Halbwertszeit haben oder es nicht mögen, wenn man sie liegend stapelt. Jedenfalls hatte sich je eine der unteren Dose irgendwann ohne sichtbare Beschädigung entleert und der kombinierte Inhalt beider Dosen bildete eine schmierige, schimmelige Schicht auf dem Boden des nach unten wasserdichten Schapps. Bäh… Und ich hatte mich schon gewundert, wo die ganzen winzigen Ameisen auf meiner Spüle herkamen, die da fröhlich umherwuselten. 🙁

Bis ich alle noch brauchbaren Dosen abgewaschen und den Schrank wieder sauber hatte, war es Mittag. Mein Innenthermometer zeigte inzwischen gut 37°C und mir war warm. Draußen ging zwar ebenfalls kaum ein Lüftchen, aber es war immerhin um einiges erträglicher als drinnen, also habe ich den restlichen Nachmittag im Cockpit verbracht, noch ein paar Kabel verlötet und mich ansonsten ruhig verhalten. Sieht so aus, als sei der Sommer nun tatsächlich da.

Peter hatte unseren sonntäglichen Lunch gecancelt, und eigentlich war mir auch viel zu warm, um irgend etwas zu essen, somit gab es den Tag über nur ein paar Kekse und jede Menge Eistee.

Kurz vor Sonnenuntergang waren immer noch über 32 Grad, und ich beschloß, den Tag mit dem ersten Bombay Orange Crush seit einer gefühlten Ewigkeit ausklingen zu lassen. Kaum hatte ich mein letztes Eis aus dem Kühlschrank gemeißelt, mein Glas gefüllt und mich damit wieder ins Cockpit verzogen, als es innerhalb von drei Minuten von Null auf 30kts aufbriste und den Sundowner zu einer ziemlich windigen und dementsprechend kurzen Aktion werden ließ. Der folgende Versuch, stattdessen diesen Blogeintrag zu vervollständigen und hochzuladen, war auch nicht von sonderlich viel Erfolg gekrönt:

Kein Internet mehr! Ohne großartig nachzusehen, war ich davon ausgegangen, daß es meine PCs Irgendwann im Verlauf der letzten 24 Stunden PCs scheinbar schon wieder unbemerkt geschafft hatten, das Datenvolumen komplett niederzureißen. Ich werd mir jetzt was zu Essen machen, und dann gibt es einfach noch einen weiteren Film. Ist ja Sonntag …

Nachtrag Montag: Doch nicht! Die VodacomApp sagt, es wären noch über 8Gb verfügbar und der erneute Verbindungsversuch war problemlos. Vielleicht hatte es gestern Abend beim Loadshedding mal den Stadtteil erwischt, in dem das Internet wohnt …