Windgeneratoren: Check

Wenn schon sonst keiner was auf die Reihe kriegt: Wenigstens auf Andries ist einigermaßen Verlass. Auch wenn es Samstag morgen mächtig böig und einigermaßen unterkühlt war, stand er mit zweien aus seiner Mannschaft pünktlich um halb Neun vorm Boot, um den Geräteträger fertig zu verdrahten und wieder anzubauen,

Drei Minuten vorher war Stephen gegangen, der wider Erwarten doch noch diese Woche aufgeschlagen war und mich gerade beim Frühstück erwischt hatte.  Angeblich ist er, bis auf ein paar Details, mit dem Dodger tatsächlich soweit fertig. Inzwischen glaube ich das erst, wenn das Ding wirklich wieder aufgebaut ist, also let’s wait and see…

Mit Hein hatte ich Freitag die ersten der Kabel eingezogen, während der Geräteträger noch auf dem Boden lag. Das hatte zumindest den Vorteil gehabt, daß man um das Ding problemlos rumgehen konnte, nicht sonderlich aufpassen mußte, wo man hintritt um nicht irgendwo abzustürzen und von allen Seiten drankam. Andries‘ Vorgehensweise war eine andere: Nachdem ich die Achterkabinen das dritte Mal diese Woche leergeräumt und den da gestauten Inhalt anderweitig im Boot verteilt hatte, wurde der Träger auf die (immer noch nur aus dem Rahmen bestehende) Badeplattform gewuppt und anschließend an seinem rechtmäßigen Platz verschraubt.

Alle Kabel, die jetzt noch einzuziehen waren, mußten somit direkt von der Achterkabine aus durch zwei 5cm durchmessende, um 90° versetzte Löcher gezogen werden, während zwei Mann 2.50m über dem Boden auf dem Rahmen der Plattform rumturnten und Kabel nachführten. Nuja, warum auch einfach …

Kabelwust: Solarpanel, zwei Windgeneratoren, zwei Decksleuchten, Hecklicht. Alles durch ein Labyrinth von 5cm-Röhren gepfriemelt und anschließend durch die Bordwand und ein Schott gefädelt.

Gegen Mittag war die Kabelage soweit fertiggestellt, das Solarpanel auf dem Träger verschraubt und der erste, von mir irgendwann schon mal vorverdrahtete Windgenerator, an seinem Platz.  Da es immer noch mit 20-25kts vor sich hin pustete, war an das Anschließen der restlichen Kabel mittels Schrumpflötverbindern  nicht zu denken und nachdem ich Andries‘ Vorschlag, stattdessen doch ausgerechnet  hierfür im Außenbereich normale Quetschverbinder zu verwenden, dankend abgelehnt hatte, beendeten wir die Aktion, zumal es zu allem Überfluß dann auch noch anfing zu regnen.

Immerhin war somit am Samstagmorgen gefühlt schonmal mehr geschafft, als im ganzen Rest der Woche. Die restliche Strippenzieherei mache ich ohnehin lieber selbst …

Sonntag

Sodele. Der zweite Windgenerator sitzt auch, verkabelt sind seit heute morgen  auch beide und die Regler erstmal provisorisch mit je einer der kleinen AGM-Batterien verbunden um zu sehen, ob sie wohl auch irgend etwas tun. Bislang hält sich der Bewegungsdrang der Geräte noch in engen Grenzen. Unterhalb von 10-12kts scheinen sie einigermaßen unwillig, ins rotieren zu kommen. Aber nuja, für morgen Mittag sind schon wieder 25kts aus Süd angesagt, das sollte wohl helfen.  Mal sehen, was die Wattmeter dann sagen…

Meine Wetterstation habe ich vorhin auch noch an den vorgesehenen Platz am Geräteträger transplantiert. Wieder ein bischen mehr Freiraum an Deck gewonnen und ein sinnloses Gestell entsorgt  🙂

Und dann war da noch Goody, der Dean 330 Katamaran, mit dem ich 2015 das erste und einzige Mal mitgesegelt war. Kam unvermittelt in TuziGazi in den Hafen gedümpelt, während ich mit Peter noch beim Thai rumsaß, nachdem wir dort gerade gegessen hatten. So ähnlich wird Thelxinoe dann im Wasser wohl vermutlich auch aussehen. Möglicherweise nicht ganz so unaufgeräumt 🙂