C18

Das Leben auf dem Wasser macht definitiv mehr Spaß, als 50m daneben. Kann ich nach einer Woche eigener Erfahrung so unterschreiben. Es ist eigentlich noch genauso heiß wie die ganzen letzten Wochen vorher auch schon, aber hier am Außensteg geht permanent eine dezente Brise, und gefühlt ist es mindestens 5-8°C kühler als an meinem bisherigen Platz. Sehr angenehm. Den Unterschied merkt man extrem, wenn man einfach mal eben auf dem Weg zu den Duschen, zum Shop oder Office über den Platz muß.

So allmählich nimmt Thelxinoe’s Äußeres die endgültige Gestalt an.  Im Laufe der Woche haben wir, oder besser gesagt Simon, das Deck an den Stellen zwischen den sandbeschichteten Flächen, die bislang noch gar nicht bearbeitet worden waren, geschliffen und dann mit der gleichen Hell-Elfenbein-Mischung gestrichen, die wir auch im Cockpit verwendet hatten.

Die Rahmen für die beiden Frontscheiben sind ebenfalls fertig, und die Scheiben haben jetzt jeweils eine Edelstahlfeder als Aufsteller erhalten. Das bringt ausreichend Luft ins Cockpit und ist mit einem Handgriff regenfest verschlossen, falls nötig. Für den Fall, daß man es auch Sturmfest verschließen will, hatte ich zwei der Knebelverschlüsse von den alten Decksluken aufgehoben. Zusammen mit den Seitenscheiben sollte der Dodger somit seine eigentliche Aufgabe jetzt wohl zufriedenstellend erledigen können.

Ich gehe aber mal davon aus, daß diese Scheiben im Normalzustand offenstehen werden. Das komplette Fenster an Steuerbord wurde anschließend nochmal um ca. einen cm nach innen versetzt, um wenigstens ansatzweise symmetrisch auszusehen.

Seit heute sind auch die beiden Seitenscheiben im Cockpit eingebaut, auch wenn ich die Schrauben nochmal gegen kürzere tauschen und dann von innen Hutmuttern gegensetzen werde.

Zu Essen gab es diese Woche satt: Irgendwie mußte ich ja dieses 900g-Filet vernichten, also gab es das neben den bereits erwähnten Medallions als Curry, als geschnetzeltes, und die letzten 350g habe ich einfach gegrillt und auf eine Scheibe Toast gelegt. Nu ist aber auch erstmal gut.

Mit einer Gorgonzola-Champignon-Sauce, mini-Corns und „snap peas“, Erbsen in Schote.

Und dann war da noch Hayden, den ich zufällig heute nachmittag beobachtete, als er gerade vom Angeln zurückkam: Ganz locker auf etwas, das wie ein überdimensioniertes Surfbrett mit integrierter Kühlbox und 2PS Außenborder aussah. Zweifellos selbstgebaut. Cool 🙂

Hayden mit seiner Spezialanfertigung eines Fischerbootes 🙂

Ja, ich hatte verpennt, diesem Beitrag einen Titel zu geben, weil mir ums Verrecken nichts passendes einfallen wollte. „C18“ ist die Nummer meines aktuellen Stegplatzes 🙂