An der Küste lang nach Osten

Um 9h hatten wir die Zelte nach einem ausserordentlich kärglichen Frühstück (nur eine Schale Cornflakes für jeden) in Mossel Bay abgebrochen, und das  komfortable Domizil verlassen. Auf der N2 ging es weiter nach Osten, bis wir unseren ersten Zwischenstopp erreichten, die Bloukrans Bridge, mit einer lichten Höhe von 216m dem höchsten Bungee-Jump in Afrika.

Für 1.000,- Rand kann man sich rund 150m tief von der Brücke stürzen, und laut deren Broschüre, gab es in den letzten 25 Jahren angeblich keine tödlichen Unfälle. Ich bin ja nun mal leider durch meinen Blutdruck gehandicapt, und Andi wollte trotz guten Zuredens auch nicht von der Brücke hüpfen, also haben wir uns auf ein paar Fotos beschränkt und uns dann wieder auf den Weg gemacht.

Die Lagune von Knysna, in deren Einfahrt die Rövers damals ihre Hippopotamus auf die Seite gelegt haben.

Die Gardenroute, die sich  von Mossel Bay bis Port Elizabeth hinzieht,   ist in der Tat ein sehenswertes Stück Landschaft, und für eine Hauptverkehrsstraße ist die N2 bemerkenswert „hügelig“. Seit Kapstadt haben wir lt. Garmin  rund 12.000 Höhenmeter zurückgelegt und uns teilweise auf über 840m Höhe bewegt, wobei die Steigungen  den vollgestopften Sharan durchaus manchmal merklich an seine Grenzen bringen.

Nächster  Halt war Port Elizabeth, wo wir Ricky und Simone auf ihrem Dean 365 im Algoa Bay Yachtclub besuchten, den die beiden dort seit einem guten halben Jahr komplett um- und ausbauen und das Ganze ausführlich auf Youtube  („Sailing Lady Africa„) dokumentieren. Auch die wollen mit ihrem Kahn gegen Jahresende soweit sein, daß sie Südafrika Richtung Westen verlassen können.  Vielleicht treffen wir uns ja irgendwo in der Karibik wieder 🙂

Fachgespräche unter Dean-Eignern 🙂

Nach einer Stunde Bootsbaustellenbesichtigung und Fachsimpelei war es noch nichtmal 16h, also wurde entschieden, noch eine Weile weiter zu fahren, und so schwangen wir uns wieder in den Sharan, und weiter ging es auf der N2 nach East London.

Zwischenzeitlich passierten wir eine elend lange Baustelle,  in der heimtückischerweise  alle paar hundert Meter doppelte Bodenschwellen zur „Verkehrsberuhigung“ gelegt waren. Auch wenn der ein oder andere Geländepickup uns in der Baustelle überholt hat: Wir haben diese Dinger (jedenfalls nach den ersten beiden) nur noch im Schritt-Tempo passiert, damit es uns nicht die Achse wegreißt. Ein entgegenkommender Reisebus hatte ungefähr in der Mitte der 20km-Baustelle  wohl etwas weniger Vorsicht walten lassen und anscheinend  aufgesetzt. War in der Tat ein wenig grenzwertig, die Strecke.

Verkehrsberuhigung auf afrikanische Art

Nachdem wir im letzten Büchsenlicht East London erreicht hatten, fühlten wir uns eigentlich noch fit genug für noch ein bischen mehr, und so fuhren wir noch ca. 65km weiter bis Butterworth, wo wir heute für die Nacht in Belle’s Guest House unterkamen. (Interessanterweise für fast denselben Preis, den ich gestern für 120m² mehr in Pinnacle Point bezahlt habe, aber wenigstens ist hier morgen das Frühstück inbegriffen, also was soll’s)

Schau’n mer mal, ob wir es morgen in einem Rutsch bis Richards Bay schaffen.