Let’s rock!

Das war mal richtig gut! Ein Abend mit dreieinhalb Stunden Rock, Reggae & Blues, mit gecoverten Songs von Chuck Berry bis Eric Clapton, von Uriah Heep über Bob Marley bis Deep Purple und zusätzlich ein paar eingestreute Eigenkompositionen, die auch nicht schlecht kamen. Das Ganze in einer Club-Atmosphäre mit vielleicht 80-100 Zuhörern, die ganz nah dran waren. Ich saß mit Greg keine 4m von der Bühne entfernt. Irgendwie hatte das ein bischen was Schulfeten-mäßiges, inclusive Stagediving von der (40cm hohen! 🙂 ) Bühne bei „Smoke on the Water“ und ein paar vor der Bühne auf dem Bauch liegend mit Armen und Beinen rumwedelnden Herrschaften im gesetzteren Alter, die sich bei „Free falling“ als Fallschirmspringer produzierten. Nur daß die meisten Zuschauer ebenso wie die Akteure die Schule vermutlich schon vor 30-50 Jahren verlassen hatten. Goil…

Daß pünktlich zum Beginn um 19h ein heftiges Unwetter mit Blitz, Donner und Starkregen einsetzte und sich fast zwei Stunden hielt, hat kaum jemanden ernsthaft gestört. (Naja, außer vielleicht die paar, die keinen Platz mehr unter dem Dach vor der Bühne gefunden hatten) Lediglich Kirsten als Conferencier fühlte sich zwischendurch zu der Ansage bemüßigt, die Jungs wären soeben von der Regionalverwaltung der Cape-Region für ein paar Konzerte engagiert worden, um auch da für Regen zu sorgen 🙂

Alles in Allem ein gelungener Abend mit bombiger Stimmung, der auch locker das 10-Fache der aufgerufenen 50R (3,-€) Wert gewesen wäre. Dank an Kirsten und Megan für die Organisation dieses coolen Events!

Was war noch? Ach ja, nachdem ich irgendwann kurz vor Mittag meine immer noch nervenden Kopfschmerzen mit ein paar Painkillern niedergekämpft hatte beschloß ich angesichts des vorherschenden Chaos in der Pantry, mal ein wenig Ordnung wiederherzustellen, abzuwaschen und durchzuwischen, und räumte anschließend die ganzen Staufächer im Sideboard leer. Das von Andi in seiner Zeit als Küchenoberhaupt hinterlassene Ordnungssystem erschien mir ohnehin die ganze Zeit schon nicht übermäßig effektiv, da in den Schränken Küchengeräte, Tupperware und alle möglichen Vorräte wild durcheinander gestapelt waren. Irgendwas auf Anhieb wiederzufinden war schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.  Nun weiß ich immerhin ohne hinzusehen, wo Nudeln, Reis oder Hühnersuppe zu finden ist.

Alles an seinem Platz

Bei der Gelegenheit fand sich dann auch eine Backmischung für ein rustikales Landbrot wieder, deren MHD allerdings schon im Juni 2016 abgelaufen war. Keine Ahnung, wo die mal hergekommen ist, 2016 hatte ich m.W. noch gar keinen Backautomaten. Der Versuch, daraus trotzdem noch was essbares zu backen, endete allerdings kläglich mit einem rustikalen Teigklotz im kompakten Pfannkuchenformat, den ich dann doch lieber entsorgt habe, ohne erst zu probieren. Enten gibt’s hier ja nicht, an denen man mal einen Tierversuch hätte starten können. Nun ja, den Versuch war’s allemal wert…

Normalerweise sollte das ungefähr viermal so hoch sein…
Ansatzweise wieder ordentlich

btw: Wer als nichtjüdischer Mitteleuropäer schon immer mal die brennende Frage geklärt haben wollte, womit eigentlich so ein „Pastrami-Sandwich“ belegt ist, das in verschiedenen US-Serien oder Filmen öfter mal am Rande auftaucht: DAS ist Pastrami. Sowas wie Kochschinken, nur halt ohne Schwein und somit kosher.

Kannte ich, bevor ich hier ankam, auch noch nicht. Schmeckt aber.

Ansonsten tauchte heute morgen noch überraschend Andries mit seinem Stift auf. Keine Ahnung, ob die nur Sonntags arbeiten, auf jeden Fall fing er an, den Wärmetauscher des Motors zu zerlegen, der allerdings wider Erwarten bis auf minimale Kalkablagerungen fast sauber war. Ich hatte angesichts des am Ausgang sitzenden und stecknadelkopfgroß durchgerosteten Froststopfens schon mit wesentlich Schlimmerem gerechnet. Sobald er die Stopfen und restlichen Dichtungen besorgt hat, geht das nun hoffentlich bald mal weiter, bevor hier erst die globale Weihnachtsfeststimmung in der Bevölkerung ausbricht und alles wegen der Ferien für zwei bis drei Wochen zum Erliegen kommt.

Da mein Doc mir mehr rotes Fleisch zum Aufbau meiner roten Blutkörper verordnet hat, habe ich gestern noch eine 300g-Packung rezeptfreies Lammfleisch erworben, und weil PnP gerade wieder mal Rosenkohl angeboten hat, wollte ich eigentlich das Menü von letztem Monat nochmal auf den Tisch bringen. Zwischenzeitlich fielen mir dann aber noch in handlichem Format erhältliche (will heißen: Für eine Person ohne Gefrierschrank zu bewältigende Größe) Brokkoli+Blumenkohl-Päckchen ins Auge, also wurde umdisponiert und es gibt einen

Kohlauflauf mit Lamm-Geschnetzeltem

Noch eine Handvoll Shitake-Pilze dazu, Kartoffeln hatte ich gestern beim Aufräumen im Küchenschrank wiedergefunden, damit war die Grundausstattung komplett.

Das Fleisch wurde entbeint, entsehnt und entfettet und in mundgerechte Streifen gesägt, die nach einem kurzen Bad in einer Olivenöl/Pfeffer/Salz/PeriPeri/Thymian-Marinade zusammen mit einer halben Zwiebel und später den ebenfalls gestiftelten Pilzen in Olivenöl scharf angebraten wurden. Derweil kochten die Kartoffeln zusammen mit den diversen Kohlsorten knapp 20 Minuten vor sich hin, bis ein „al dente“-Zustand feststellbar war.

Nachdem die Kartoffeln wieder anfaßbar waren, wurden sie in Scheiben geschnitten und als Basislage in meiner, vorher schon mit Olivenöl eingefetteten kleinen Auflaufform plaziert. Darüber kam eine Lage geviertelte Rosenkohlstücke, darauf dann wieder das Fleisch mit den Pilzen. Als nächstes kam eine Tüte voll „Mushroom-Sauce“ aus der Convenience-Food Abteilung. Oben drauf noch den Rest des Rosenkohls, sowie den Brokkoli und Blumenkohl drapiert, ein wenig in Streifen geschnittenen Edamerscheiben drübergelegt (ich esse normalerweise keinen, hier viel einfacher erhältlichen, Gouda, deswegen habe ich  auch keinen „im Haus“), und ab in den vorgeheizten Ofen.

Das köchelt jetzt seit einer knappen halben Stunde vor sich hin. Mal sehen, wie das ausgeht.

Beim Versuch, davon ein paar Bilder zu machen stellte ich dann fest, daß sich meine Lieblings- und Hauptkamera (Lumix TZ81) nicht mehr einschalten ließ, von der ich vier Stunden vorher noch die Videos von gestern Abend runtergeladen hatte. (Nein, die ist gestern nicht naß geworden). Sobald sie am Ladegerät hängt, blinkt sie auch nur noch unmotiviert wild vor sich hin. Muß das mit dem Ausfall von irgendwelchen Gerätschaften nun schon losgehen, bevor ich überhaupt losgesegelt bin?

Wie gut, daß ich derzeit gerade mal ein funktionierendes Handy mit brauchbarer Kamera habe :roll:

Nachtrag:

Das ist übrigens in der Tat ein „kleiner“ Teller…

Das war recht lecker. Nur das mit den Kartoffeln als Bodenlage hat nicht so recht geklappt. Die waren teilweise zwar wie geplant zu Bratkartoffeln geworden und gut kross, der Rest war aber wohl zu dünn und bildet jetzt den neuen Boden meiner Auflaufform. Vielleicht hätte ich doch Margarine statt Olivenöl nehmen sollen.

Was mir allerdings mehr und mehr auffällt: 

Ich muß meine Portionsgrößen drastisch anpassen. Ich hatte mir wohlweislich gerade mal ein Viertel des Auflaufs auf den Teller getan, und selbst damit hatte ich eben schon meine Probleme, obwohl ich lediglich ein einzelnes kleines Panini mit Honig bzw. Pastrami und einem gekochten Ei zum Frühstück vor mehr als neun Stunden gehabt hatte. Früher hätte ich diesen ganzen Napf vermutlich problemlos allein geschafft. Aber gut, irgendwo kamen die 30Kg Übergewicht ja wohl her.. :oops:

Die Kamera scheint übrigens, nachdem ich sie mal dezent auf den Tisch getunkt habe, ebenfalls wieder normal zu laden. Abwarten, ob sie sich nachher auch reaktivieren läßt.