Löcher an der falschen Stelle

Nachdem gestern Mittag Morgan und sein Copilot Brad bei uns aufschlugen, um die ganze noch ausstehende Um- und Ausrüsterei zeitmäßig mal auf Spur zu bringen, kam dann u.a. auch das Thema „neues Bimini-Hardtop“ aufs Tapet. Nachdem er sich nun erfolgreich über drei Jahre lang vor der Nennung eines konkreten Angebotes für ein verlängertes Bimintop in GFK gedrückt hatte, habe ich ihn gestern direkt mit der Frage konfrontiert und bekam zu hören, sie hätten gerade für einen anderen Dean sowas gebaut, und das hätte bei rund 110.000 Rand gelegen, was derzeit so ungefähr 6.800,-€ entspricht.   8-O

Auch, wenn ich es natürlich bevorzugen würde, bei Regen oder auch nur bei tropischer Sonne unter einem festen Dach zu sitzen anstatt unter einer Persenning; das  ist es mir denn wohl eher doch nicht wert. Also werde ich das Ding wohl entweder selbst bauen, oder mir unterwegs jemanden suchen, der das bedeutend günstiger macht. Vielleicht frage ich einfach mal Ricky von „Sailing Lady Africa“, ob er mir dabei hilft. Der hat ja jetzt Erfahrung mit sowas, nachdem er sein eigenes gerade verlängert hat. Oder Kirsten, der hat seins vor ein paar Jahren ja auch selber gebaut.

Wie auch immer, als nächstes werden die Jungs in den beiden  Achterkabinen beginnen, die Decksluken zu tauschen. Ursprünglich hatte ich ja vorgesehen, die vorhandenen origninal Dean „Plaste“-Luken durch Lewmar- oder Gebo-Luken fast derselben Größe zu ersetzen. Schlauerweise hat Morgan jetzt stattdessen Lewmar-Luken bestellt, die fast eineinhalb mal so groß sind, so daß jetzt a) natürlich der vorhandene plane Flansch außen nicht mehr passen wird und b) auch der jeweilige Innenrahmen komplett neugestaltet werden muß. Klar, größer ist natürlich immer netter, aber es hatte schon seinen Grund, wieso ich welche haben wollte, bei denen ich ohne all zu großen Aufwand einfach die alten raus, und die neuen reinbauen könnte.  Das hätte ich nämlich ohne nennenswerte Laminier- und Lackierarbeiten auch selber gekonnt.  Grrrr…..

Heute Nachmittag waren wir dann im Baumarkt, um die Werkzeug-Ausstattung erneut um eine Stichsäge zu ergänzen und ein paar Meter Kabel zu kaufen, damit Andy dann morgen endlich damit beginnen kann, die 230V-Elektrik auf die Reihe zu bringen, während ich derweil diverse Löcher ins Boot sägen werde, um die viel zu kleinen Inspektionsluken zu vergrößern. Daß man nicht vernünftig an die Wassertanks oder die Bilgen rankommt, wußte ich ja bereits und somit war das eh eine geplante Umbau-Aktion.

Daß Morgans Jungs allerdings nach dem Einbau der Führungen für die beiden neuen Echolotgeber  die extra dafür ausgesägten Vergrößerungen anschließend direkt wieder zulaminert haben, statt gleich brauchbar große Luken einzubauen, durch die man die Geber dann auch tatsächlich ein- und ausbauen könnte, fiel mir erst vorgestern nachmittag auf, als ich die Luken mal aufgemacht hatte, um mir das von innen anzusehen. Selten sowas dämliches gesehen. :wall:

Die Inspektionsluke für den (insgesamt ca. 35cm langen) Geber des vorausschauenden Echolotes, der dann irgendwie in die einlaminierte Edelstahlröhre passen muß.

Im Ernstfall, nämlich wenn ich irgendwann unterwegs mal einen der Geber aus- und temporär einen Blindstopfen einbauen muß um z.B. Bewuchs oder Muscheln vom Geber zu entfernen, will ich sicher nicht minutenlang damit beschäftigt sein, mit der anderen Hand ein 40mm-Loch unterhalb der Wasserlinie zuhalten zu müssen.

Morgen wird sich also zeigen, ob der Multimaster den Tauchgang in der Bilge wirklich überlebt hat. Beim ersten Test nach der Trocknungsaktion lief er zunächst nur ziemlich unwillig wieder an, kam dann aber doch noch auf Touren. Aber notfalls habe ich ja jetzt auch wieder eine Stichsäge als Backup 🙂

Essenstechnisch gab es heute abend mal was mit etwas mehr Würze: Aus zwei Dosen Shakalaka mild & spicy,man erinnere sich 🙂 , einer guten Portion asiatischen Pfannengemüses, ein paar Mettbällchen und zwei Handvoll Fusili wurde eine durchaus kräftige Mahlzeit, die Andy beim Essen innerhalb kürzester Zeit den Schweiß auf die Stirn trieb. Und das, obwohl hier heute den ganzen Tag über nur um die 23°C waren und es etliche Male geregnet hat.

Seit heute mittag haben wir nun auch wieder „Daten“, nachdem das ursprünglich erstandene 5GB-Volumen gestern rapide im Nirwana entschwunden war und ich nach über drei Stunden des Versuchens, online Datenvolumen zu kaufen, entnervt aufgegeben hatte. Im Gegensatz zu früheren Besuchen, haben die Provider (zumindest Vodacom) inzwischen als ausschließliche Online-Bezahlmöglichkeit noch „Verified by Visa“ oder „MasterPass“ für Mastercard im Angebot. Die hatte ich zwar beide mal irgendwann freigeschaltet, dummerweise aber wohl nur das letzte oder schon das vorletzte Handy authorisiert, da ich den Kram eigentlich noch nirgendwo sonst benutzt hatte. Was für ein Aufstand, im Ausland ein deutsches Handy zu authorisieren. (Oder eine Authorisierungs-SMS auf ein südafrikanisches Handy zu kriegen, wenn einem trotz korrekt eingegebener und mehrfach gecheckter Nummer jedes Mal die Meldung „ungültige Telefonnummer“ entgegenblinkt).

Nu ja. Hat dann irgendwann doch noch geklappt und nun können wir auch wieder im Netz rumdaddeln, die Dewezet lesen und ich kann hier so vor mich hinbloggen…