Archiv der Kategorie: Unterwegs

Gestranded!

Ist ja man gut, daß ich nicht großartig unter Zeitdruck stehe. Diese Woche ist nun wirklich herzlich wenig passiert. Jaques hat mich mit meinem Mastkram erneut hängen gelassen, meine Segel sind somit immer noch nicht montiert (nachdem ich bei dem Versuch, zumindest schon mal die Kutterfock auf den Furler zu ziehen feststellen mußte, daß sich der gesamte Furler eigentlich überhaupt nicht drehen läßt und somit keinerlei Funktion innehat :roll:). Somit war wieder mal eine Woche Kleinkrambasteln angesagt.

Mittlerweile habe ich wenigstens die von Andries verkehrt herum angeschlossene Schaltung im Z-Antrieb in die richtige Position zurückgebaut, so daß der Kahn jetzt immerhin vorwärts fahren sollte, wenn man den Hebel nach vorn schiebt. Desweiteren habe ich  ungefähr 120m neue Strippen für die verschiedenen Schoten, Furlerleinen, Spifall und Toppnant erstanden, alle hübsch einfarbig in knalligen Farben zur besseren Unterscheidung, statt nur das übliche Weiß mit Farbtupfern. 🙂

Bunte Strippen …

Simon hat den größten Teil der Woche „im Keller“ verbracht. Ich hatte ihn den leergepumpten Steuerbord-Tank erneut anschleifen lassen, ebenso wie die dahinterliegende Bilge, und dann weitere 4-5 Lagen Glasfasermatte innen, und 6 Lagen außen aufgebracht. Das Ganze im Anschluß erneut angeschliffen und innen und außen mit Foodgrade-Epoxy versiegelt. Und was hat es geholfen? Nix! :motz:

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Auszeit

Tachauch. Ja, hier ist nicht viel passiert in den letzten 2 Wochen, ist mir auch aufgefallen. Ich hab jetzt auch nicht wirklich Lust, das auf die Schnelle zu ändern und werde das vermutlich irgendwann nochmal etwas ausführlicher darstellen, aber für den Moment muß Euch genügen, daß ich die letzten Tage einfach ein paar sehr angenehme Urlaubstage in Hout Bay bei Kapstadt verbracht habe. So rein mental gesehen, war das wohl mal dringend nötig, und sei es auch nur, um mich von dem Umstand abzulenken, daß ich seit inzwischen über acht Tagen keine Zigarette mehr angefaßt habe.

Naja, wie auch immer: Jedenfalls habe ich die letzten paar Tage viel nachgedacht und ausgiebig über alle möglichen bootsfremden Themen debattiert, hatte hinreichend  Bewegung durch ausgedehnte Spaziergänge am Hafen und anderen Aktivitäten, habe erstmals im Leben Sushi probiert (mag ich) und in angenehmer Gesellschaft Seafood genossen, und fühle mich gerade ziemlich gut.

Auf jeden Fall war ich motiviert genug, um direkt bei meiner Rückkehr vor einer halben Stunde den mir zufällig begegnenden Andries auf offener Straße vor dem Clubgelände einzubremsen, und für morgen zum Arbeitseinsatz zu verdonnern, um den verdammten Motor länger zu testen. Ich will jetzt endlich ins Wasser!

Tag am Meer … Zugegeben: Capetown bzw. auch Hout Bay haben mit Richards Bay bestenfalls gemeinsam, daß sie im selben Land und alle am Wasser liegen. Das war’s aber auch schon. Sollte ich mich jemals in Südafrika niederlassen wollen, dann definitiv in der Cape-Gegend.

Bis die Tage erstmal …

Intermezzo furioso

Eineinhalb Wochen ohne neuen Beitrag… Was ist passiert?

Ich brauchte mal ’ne Woche Auszeit  von all dem Chaos und all den Chaoten hier, es galt, diverse kurzfristig anberaumte Termine „back home“ zu absolvieren und so bin ich einigermaßen spontan vorletzten Dienstag Nachmittag für einen Kurztrip nach Deutschland geflogen. Seit einer Stunde bin ich nun wieder zurück auf dem Boot.

Dieses Mal war ich nicht mit British Airways geflogen, wie sonst meistens, sondern der kürzeren Gesamt-Flugdauer wegen mit Emirates. Jeweils Dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Dubai statt sieben in London, Mittwoch Mittag in Frankfurt gelandet und dann noch ICE fahren bis Kassel, wo mich Andi dankenswerter Weise abgeholt hat. Zurück nach Frankfurt haben mich dann Donnerstag Nachmittag Babsi und Gerald gebracht. Und kaum dreißig Stunden später war ich schon wieder „zu Hause“.

(Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, daß mir die Fliegerei inzwischen ganz furchtbar auf den… ok, ja, hatte ich wohl irgendwann schon) 🙂

Interessant war diesmal, ob mein Auto wohl wie geplant am Flughafen sein würde, wenn ich es wieder brauchte. Es hat zwar einen zusätzlichen Anruf gebraucht, aber dafür hatte ich es mit zehn Minuten Verspätung so sauber zurück, wie schon seit fast drei Jahren nicht mehr. Parkservice am Flughafen kostet für die 10 Tage knapp 30,-€ inklusive abholen und bringen zur Dropzone direkt am Eingang, bewachtes „Schattenparken“ und sogar mit Waschen und Aussaugen. Dafür kann man sein Auto in Frankfurt gerade mal ein paar Stunden hinstellen, und gewaschen wird es in der Zeit dann ganz sicher nicht …

Eineinhalb Stunden später war ich wieder in Richards Bay, bin vor dem Weg zum Club noch eben bei PnP eingekehrt, um ein bischen Brot und Aufschnitt für’s morgige Frühstück einzukaufen und kaum hatte ich alles im Einkaufswagen liegen, als es „Zapp“ machte, und ganz Richards Bay im Dunkeln lag. Keine Ahnung, ob das nun Loadshedding oder ein schlichter Stromausfall ist, auf jeden Fall ist es jetzt zappenduster und überall stromlos. Dafür sind im Boot immer noch um die 27 Grad.

Egal. Ich war ein paar Tage in Bodenwerder, habe alle meine Termine hinter mich gebracht, und dann den (kompletten) Inhalt des Dauer-Paketes auf mein wieder mitzunehmendes Fluggepäck verteilt. Zumindest rein platzmäßig ging das besser, als ich befürchtet hatte. Und auch gewichtsmäßig kam ich mit knapp 50Kg dieses Mal lange nicht an die Werte, die ich die letzten Flüge immer mitgeschleift habe.

Mitgebracht hatte ich unter anderem meinen Bord-PC, der das letzte halbe Jahr stromlos und untätig auf dem Boot im Schapp verbracht hatte und sich dann im heimatlichen Netzwerk diverse Gigabytes an Updates gezogen hat. Auf dem habe ich jetzt die WordPress-App installiert und teste gerade, ob und wie das

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Boot gefahren …

Die letzten vier Tage waren zwar irgendwie ausgesprochen unproduktiv, aber trotzdem nett.  Montag morgen, kurz nach acht, kam Simon wie üblich angestratzt, hatte sein breitestes Grinsen auf dem Gesicht, und teilte mir freudestrahlend mit: „Den Typen da hinten, dessen Boot gerade mit dem Dolly aus dem Wasser gezogen wird, den kenne ich . Hab schon für ihn gearbeitet, der ist auch Deutscher“. Aha?

Scheinbar hatte die beiden sich vorher schon an Land getroffen und Simon hatte ihm dasselbe über mich erzählt, jedenfalls stand kurze Zeit später Peter, so sein Name, tatsächlich hinter Thelxinoes Heck und bat um Erlaubnis, an Bord kommen zu dürfen. Nach dem Boot gefahren … weiterlesen

Back to work

Hey, ich bin wieder da! Alle, die während meines Urlaubs schon unter Entzugserscheinungen gelitten haben, weil das hier nicht weiter ging, können jetzt aufatmen: „Break’s over …“

Habe ich eigentlich schon mal irgendwann beiläufig erwähnt, daß fliegen nervig ist? Nix gegen das Transportmittel als solches, ist ja schon irgendwo praktischer, als wenn man solche Strecken mit der Bahn fahren müßte, aber das ganze drumherum ist mittlerweile einigermaßen abtörnend, wenn man nicht nur, wie auf dem Hinflug, lediglich mit Handgepäck unterwegs ist. Es fing schon in Hannover damit an, daß beim Scannen Back to work weiterlesen