Ich tendiere normalerweise ja nicht unbedingt dazu, öffentlich überschwängliches Eigenlob zu zelebrieren, aber mein Essen heute war schlicht grandios. Wie gestern schon angekündigt, gab es heute asiatisch, und zwar Geblatene Huhn mit Pak Choi, Shitake-Pilzen, Möhren, Rosenkohl, Sprossen und Basmati. Sozusagen das „M27“ zum selber bauen, ohne das hier jetzt näher vertiefen zu wollen. Wer mag, kann das Rezept auf Chefkoch.de nachlesen, und zwar hier. Ich habe das lediglich noch um ein bischen Gemüse-Füllmasse und einen Esslöffel rote Thai-Currypaste ergänzt, mich aber ansonsten ziemlich genau an das Rezept gehalten. Wie gesagt: Äußerst lecker!
Archiv für den Monat: März 2019
Zyklon Idai
Da es einige besorgt klingende Anfragen gab, ob der Zyklon Idai, der in den letzten Wochen das benachbarte Mozambique ziemlich übel verwüstete, mich ebenfalls erwischt hat: Nein, hat er nicht. Der Zyklon ist mit Windgeschwindigkeiten bis 190 Km/h rund 1400 Km nördlich von hier an Land eingeschlagen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hier die letzten schwachen Ausläufer waren, die seit vorgestern Nacht runterkamen, aber hier hat sich das Wetter darauf beschränkt, innerhalb von 36 Stunden bis heute morgen rund 110mm Regen abzuwerfen und eine Umspann-Station für ein paar Stunden außer Gefecht zu setzen, womit wir wieder mal für einen Tag lang stromlos waren. Mutmaßlich hervorgerufen durch Schäden an der Hochspannungs-Leitung vom Cahora Bassa-Kraftwerk im Norden von Mozambique bis nach Südafrika.
Diese 110mm sind ungefähr die 10-fache Menge Zyklon Idai weiterlesen
Das Ende eines afrikanischen Sommers
So ein Leben ohne lokales Radio oder Fernsehen hat auch seine Schattenseiten: Irgendwie war völlig an mir vorbeigegangen, daß heute wohl Feiertag ist. Und dann auch noch „Tag der Menschenrechte“. Was bin ich aber auch für ein Ignorant…
Simon hatte sich gestern zwar noch, wie üblich, mit „see you tomorrow“ verabschiedet, kreuzte dann aber doch nicht auf. Nachdem er Viertel nach Acht immer noch nicht da war, warf ich mal einen Blick nach draußen und stellte fest, daß ich ziemlich allein auf dem Gelände war. Alle wech! Selbst der Strom war kurz vor Acht ausgefallen, direkt nachdem ich mir die Zeitung runter geladen hatte.
Normalerweise stört mich das nicht sonderlich, dann wurschtele ich halt wie üblich allein vor mich hin und komme meist auch ohne Strom klar. Also habe ich angefangen, die Batteriebox, die jetzt ein halbes Jahr lang die Hälfte des Durchgangs zum Steuerbordrumpf versperrt hatte, von ihren Kabeln zu trennen, um sie in das endlich fertig gestellte Batteriefach umzusiedeln. Als dann allerdings gegen Zehn auf der gegenüberliegenden Hafenseite eine Sirene mit einem auf- und abschwellenden Signal losbrüllte, stellten sich meine Nackenhaare auf und mich beschlich der leise Verdacht, ich könnte womöglich eine Tsunamiwarnung verpaßt haben. Immerhin bin ich Das Ende eines afrikanischen Sommers weiterlesen
Ein sehr entschleunigtes Wochenende
Zwei Tage relativer Ruhe haben zumindest mein Rückenproblem vorläufig in den Hintergrund gedrängt. Samstag habe ich genau garnichts gemacht und den Tag bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen 30 Grad und gerade genug Wind, daß die Opti-Kids im Hafen voran kamen, auf meinen Cockpit-Polstern verdöst, gelesen, und ansonsten einfach den Tag genossen. Mit ein bischen Fantasie war es gar nicht so schwer, den Umstand zu ignorieren, daß Thelxinoe immer noch reglos an Land rumsteht. Hätte gefühlt auch vor Anker in einer leeren, lauschigen Bucht in Neukaledonien oder sonstwo sein können. Sehr erholsam
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Na Mahlzeit!
Was ein Kaqt’ach! [Klingonisch für: „Definierter Zeitraum von gefühlt minderer Qualität“]. Nachdem der gestrige Abend in den frühen Morgenstunden mit dem vergeblichen Versuch endete, der Heerscharen von Mücken in meiner Bude Herr zu werden, fing der heutige irgendwann gegen drei Uhr damit an, daß ich mit irren Rückenschmerzen und Kopfschmerzen wieder aufwachte. Nachdem ich das Problem mit einer Ibu bekämpft hatte, habe ich mich wieder hingelegt und bin dann gegen halb sechs auch tatsächlich wieder eingepennt. Nur um gegen Na Mahlzeit! weiterlesen