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wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen hinter Fliegen …

Es ist heiß hier. Ich stehe immer noch in der Mitte des Platzes, gut abgeschirmt von eventuell vorhandenen kühlenden Winden, die Tagestemperaturen bewegen sich um die 40 Grad im Cockpit und zu allem Überfluß erlebe ich gerade eine Invasion von Musca domestica, vulgo: der gemeinen Stubenfliege. Ohnehin schon hitzegenervt, schweißgebadet und bestenfalls noch in meine Arbeitsshorts gewandet, landet auch noch alle zehn Sekunden irgendso ein Tier auf mir und versucht, mich in den Wahnsinn zu treiben. Allein gestern Abend habe ich gezählte 48 Stück erschlagen, und kaum war ich eine los, materialisierten von irgendwoher spontan zwei neue.

Zudem ist dieses hiesige Viehzeug deutlich schneller und hartnäckiger als alles, was ich von Europa in der Beziehung kannte und versucht permanent, einem in Augen, Ohren oder Nase zu fliegen. ich kann jetzt nachvollziehen, wie sich so ein Gnu in der Steppe fühlt. Überaus lästig, das …

Die letzten beiden Tage waren arbeitsmäßig ruhig. Ich hatte am Montag mit Jannie einen neuen Einwasserungstermin für kommenden Freitag verabredet, Mittwoch angefangen die noch fehlenden Fender und Leinen zu kaufen, und mich damit beschäftigt, daraus ein paar brauchbare Festmacher zu basteln. Fertig vorkonfektionierte hätten die Sache natürlich deutlich abgekürzt, sind hier aber nicht zu kriegen, also sah ich mich veranlaßt, mein Spleißwerkzeug hervorzukramen, und selber Hand anzulegen. wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen hinter Fliegen … weiterlesen

Still landlocked …

Ich stehe immer noch an Land. Es sind immer noch hochsommerliche Temperaturen und so ganz langsam geht mir hier die Geduld aus. Im letzten Beitrag hatte ich ja angesprochen, daß ich eigentlich für Dienstag mit Andries für einen finalen Testlauf von Motor und Antrieb verabredet war, aber nachdem der sich prompt wieder mal nicht blicken lassen hatte, habe ich das am Mittwoch dann halt allein erledigt. Habe den Motor für eine dreiviertel Stunde am Wasserschlauch laufen lassen, ohne irgendwelche Undichtigkeiten oder komische Geräusche feststellen zu können, habe  das Getriebe etliche Male geschaltet, und nachdem ich die Züge nochmal neu eingstellt hatte, kriegt man jetzt nicht nur Vorwärts- und Rückwärtsgang eingelegt, sondern sogar auch den Leerlauf.

Insofern habe ich die berechtigte Hoffnung, daß ich es nach einer Einwasserung wohl zumindest aus eigener Kraft bis an den vorgesehenen Stegplatz schaffen werde. Was danach kommt, wird sich zeigen. Jannie war fast die ganze Woche nicht vor Ort, insofern gibt es noch keinen neuen Termin, aber mit ein bischen Glück sollte der Kahn nun wohl bis nächste Woche tatsächlich im Wasser sein. Mein Vertrag für den Landstellplatz läuft jedenfalls mit dem heutigen Monatsende  ab.

Andries kam dann prompt am Mittwoch spätnachmittags angedackelt und fragte, ob wir nun wohl den Motor testen wollten. Ich hab‘ ihn dann vom Boot gejagt …

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Auszeit

Tachauch. Ja, hier ist nicht viel passiert in den letzten 2 Wochen, ist mir auch aufgefallen. Ich hab jetzt auch nicht wirklich Lust, das auf die Schnelle zu ändern und werde das vermutlich irgendwann nochmal etwas ausführlicher darstellen, aber für den Moment muß Euch genügen, daß ich die letzten Tage einfach ein paar sehr angenehme Urlaubstage in Hout Bay bei Kapstadt verbracht habe. So rein mental gesehen, war das wohl mal dringend nötig, und sei es auch nur, um mich von dem Umstand abzulenken, daß ich seit inzwischen über acht Tagen keine Zigarette mehr angefaßt habe.

Naja, wie auch immer: Jedenfalls habe ich die letzten paar Tage viel nachgedacht und ausgiebig über alle möglichen bootsfremden Themen debattiert, hatte hinreichend  Bewegung durch ausgedehnte Spaziergänge am Hafen und anderen Aktivitäten, habe erstmals im Leben Sushi probiert (mag ich) und in angenehmer Gesellschaft Seafood genossen, und fühle mich gerade ziemlich gut.

Auf jeden Fall war ich motiviert genug, um direkt bei meiner Rückkehr vor einer halben Stunde den mir zufällig begegnenden Andries auf offener Straße vor dem Clubgelände einzubremsen, und für morgen zum Arbeitseinsatz zu verdonnern, um den verdammten Motor länger zu testen. Ich will jetzt endlich ins Wasser!

Tag am Meer … Zugegeben: Capetown bzw. auch Hout Bay haben mit Richards Bay bestenfalls gemeinsam, daß sie im selben Land und alle am Wasser liegen. Das war’s aber auch schon. Sollte ich mich jemals in Südafrika niederlassen wollen, dann definitiv in der Cape-Gegend.

Bis die Tage erstmal …

langsam, gaanz langsam …

ruhig hier, irgendwie. Ist zwar nicht so, daß ich hier rund um die Uhr arbeite, aber irgendwie war es deutlich zu warm, und ich die letzten Tage zu beschäftigt, um mich auch noch abends im Blog auszutoben, abgesehen davon, daß seit dem Wochenende zuerst das Datenvolumen, und dann immer mal wieder der Strom weg war. Von meinen Leuten hat sich zwar immer noch keiner blicken lassen, obwohl ich Andries hin und wieder vorbeifahren sehe und Jaques mir vorhin, als ich gerade eine der Kederschienen für meinen künftigen neuen Schattenspender anbrachte, im Vorbeigehen zurief, das Leiterschiebedingsbums sei fertig und Mittwoch würde er nun aber ganz sicher kommen, um es anzubauen, aber selbst Simon ist seit Montag „ausgeliehen für niedere Tätigkeiten“ wie schleifen und pinseln an einen meiner Nachbarn und somit werkele ich hier wohl die gesamte Woche allein vor mich hin.

Übers Wochenende habe ich nun den Schrank zersägt, in dem der Wassermacher seinen Platz finden soll, habe einen endgültigen Platz für meine Dritt-Kühlbox gefunden, die bislang von einer Kabine in die nächste gewandert war und eigentlich immer irgendwo im Weg rumstand, und eine entsprechende Ablage in die Achterkabine direkt neben der Pantry gebastelt. Da ich angesichts der Temperatur eigentlich das ganze Jahr noch nicht gekocht habe, sondern mich derzeit fast ausschließlich von gesundem Vitamin-Zeug ernähre, dient diese nun als Aufbewahrungsbox für all das Obst, das sonst meinen Kühlschrank verstopft hat.

Vitamin-Bombe bei 1.7°C

Denn da  man hier ja, abgesehen von Bananen und Ananas, fast ausschließlich in Plastikschalen eingetütetes Obst aus der Kühlung kaufen kann, das man tunlichst auch bei entsprechend niedrigen Temperaturen aufbewahrt, wenn es länger als zwei Tage lang genießbar bleiben soll, wurde das doch auf Dauer ein wenig eng im Kühlschrank.

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durchatmen …

Seit einer Stunde scheint die Hitzewelle der vergangenen Tage vorläufig zu Ende. Meine Fresse noch eins… Ich habe es ja gerne warm, zugegeben, aber das hier war doch ein kleines bischen übertrieben. Seit letzter Woche waren hier im Cockpit durchgehend um die 40-44 Grad bei fast Windstille und meine Klimaanlage hat es auch im Dauereinsatz kaum geschafft, den Innenraum tagsüber auf unter 38° zu halten. Teilweise habe ich hier echt halbe Nächte lang fast nackt im Cockpit gelegen, um wenigstens ein bischen kühlere Luft abzukriegen (bis mir das mit den Mücken zuviel wurde), da die Luke in meiner Kabine immer noch im Rohbau-Stadium war und  den größten Teil der Woche zugeklebt. Kabinentemperatur morgens um 3:00 Uhr: 32 Grad… Derzeit sind draußen angenehme 27° und 15kts aus Süd, dafür allerdings über 83% Luftfeuchtigkeit.

Immerhin: Der Lukenrahmen ist seit heute soweit fertig, daß wir ihn anmalen konnten. Wäre nicht zwei Stunden nach der letzten Farbschicht ein  Gewitter hier rübergezogen, so daß ich die Luke spontan wieder großflächig mit einem Müllsack abkleben mußte um eine Überschwemmung meiner Kabine zu verhindern, könnte ich morgen vermutlich sogar die Löcher bohren und das Ding endlich fest einbauen. So allerdings wird wohl eine weitere Schicht Farbe erforderlich, da sich der Müllsack mit ziemlicher Sicherheit mit der letzten Farbschicht verbunden haben dürfte. Nuja…

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