Lockdown, Tag 178

Mysterien und Skurilitäten einer Woche:

Irgendwie hatte ich die ganze Woche nicht wirklich Hunger, und so beschränkte sich die kumulative Nahrungsaufnahme der letzten 7 Tage auf eine Handvoll Cornflakes morgens, zwei Scheiben normal belegten Toast abends bzw. Dienstag mal Pizza, und am Donnerstag fanden sich noch vier „Beef-Sizzlers“, kleine Bratwürste, halb so groß wie eine normale  Bratwurst, im Kühlschrank, die weg mußten und inclusive eines Ciabata-Brötchens die einzige weitere warme Mahlzeit der Woche bildeten.  Keine Schokolade, keine Chips, keine Cola (naja, doch, eine am Donnerstag zum Essen). Ansonsten nur schwarzen Kaffee ohne Zucker und Sodastream-Wasser mit einem Spritzer Fruchtsaft und ein paar Eiswürfeln und zwischendurch mal ein paar Weintrauben, eine Nektarine oder die obligatorische Banane in den Cornflakes.

Mag mir mal irgendjemand erklären, wie ich es geschafft habe, davon im Laufe einer Woche eineinhalb Kilo zuzunehmen? Ist ja schön, daß mein Metabolismus scheinbar ziemlich adaptionsfähig ist, und ich im Ernstfall wohl nicht so schnell verhungern werde, aber wenn man eigentlich versucht, an Gewicht zu verlieren, ist das eine durchaus kontraproduktive Fähigkeit :motz:

Arbeitstechnisch ist nicht viel passiert: Es war immer noch überwiegend windig, und Jaques hat sich somit auch wieder nicht blicken lassen. Im Lauf der Woche habe ich es immerhin geschafft, mittels eines von John ausgeliehenen „FishTapes“ (30m dünnes, steifes Plastikrohr auf einer Rolle) ein paar Kabel unter den einlaminierten Bodenbrettern im Steuerbordrumpf durch zu ziehen, um dann irgendwann eine Ladeleitung von oder zu der neuen vorderen Batterie zum Akkupack zu haben und das Kabel für den neuen Batteriemonitor da mit durch zu fummeln, der kürzlich gelieferte Fusion-Verstärker für die Cockpitlautsprecher ist angeschlossen und liefert im Gegensatz zu seinem Billig-Vorgänger trotz identischer Verkabelung einen ordentlichen Klang ohne komische Nebengeräusche zu produzieren, und ansonsten verlief die Woche in sehr ruhigen Bahnen und ohne spektakuläre Vorkommnisse.

Ausfall der Woche: Mein Backup-Notebook, nach einem halben Jahr mal wieder hervorgekramt, um den Akku zu laden und die derzeit herrschende Gigabyte-Schwemme für die auch hier fälligen Updates zu nutzen, ärgerte mich gestern als erstes damit, daß die interne Tastatur nicht mehr erkannt wird. Keine Ahnung, was das nun wieder soll. Nun habe ich zwar externe Tastaturen hier, und nach dem Anschluß einer davon, ließ sich das Ding wenigstens wieder bedienen, das dann in zweieinhalb Stunden runtergeladene Update scheiterte allerdings irgendwann in der Nacht wohl daran, daß sich der Rechner trotz laufendem Netzteil mittendrin abschaltete, weil vermutlich der Akku am Ende ist, worauf hin das Update nach dem Weiterladen heute morgen wieder rückgängig gemacht wurde. PCs sind doch immer wieder toll. :roll:

Irgendwann kam dann doch noch eine Nachricht mit dem Resultat meiner letzten Blutuntersuchung: Allet jut. Bislang hatten bei den Test meist noch ein oder zwei Werte haarscharf außerhalb des Sollbereichs gelegen, diesmal nicht mehr: Alles im grünen Bereich,  also immerhin was erfreuliches. Meine CLL ist ja wohl nicht wirklich heilbar, aber immerhin ist sie derzeit an den Rand der Nachweisbarkeit zurückgedrängt. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Und noch zwei weitere Positiv-News haben mich heute erreicht:

Mein neuer Internet-Provider WebAfrica überraschte mich mit einer verfrühten Weihnachtsaktion und hat mein gebuchtes Datenvolumen ab nächstem Monat ohne Preisänderung spontan und angeblich dauerhaft um 20GB/Monat aufgestockt. Was fange ich bloß mit all diesem Volumen an? Vorgestern Nacht mußte ich schon die letzte Staffel von Startrek Discovery auf Netflix bingen, um ein paar dieser GB loszuwerden, was erstmals seit sehr langer Zeit dazu führte, daß ich erst um 5h im Bett war und mein Sonntag erst gegen 10h30 begann  🙂

Und Präsi Ramaphosa hat verkündet, daß der Lockdown mit sofortiger Wirkung auf Stufe 1 zurückgeführt, und Südafrikas Grenzen und Flughäfen ab 1.10. ebenfalls wieder geöffnet werden. Was mir die Chance eröffnet, doch noch irgendwie ein paar Wochen Urlaub zu machen und hier mal für eine Weile raus zu kommen, bevor das Jahr zu Ende geht oder meine derzeitige Demotivation erst in richtigen Frust umschlägt.

Das hiesige Wetter kann man derzeit getrost als wechselhaft bezeichnen. Saß ich gestern

warm war’s …

noch bei über 36° und fast Windstillle vor mich hinschwitzend im Schatten des Dodgers, war es heute den ganzen Tag über windig, regnete eigentlich permanent vor sich hin und war mit 16°C kalt genug, um den gesamten Tag lang den Heizlüfter laufen zu lassen. Bis Mittwoch soll das wohl auch noch so bleiben wie jetzt. Ich habe den größten Teil des Tages einfach irgendwie verdöst, ab und an mal im Netz rumgedaddelt, und gegen Mittag angefangen, eine Suppe für die nächsten 1-3 Tage zu kochen, bevor mein Gemüse im Kühlschrank erst Wurzeln schlägt.

Gemüsesuppe mit Resthuhn aus dem Wok

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