Archiv der Kategorie: Ausrüstung

Braii night again, zusammen mit der World ARC 2017

Es ist Montag, und das heißt: Grillen ist angesagt. Bin extra mit dem Taxi zur Mall gefahren (120ZAR hin und zurück, recht überschaubar), um beim Checker’s eine Flasche Wein und ein adäquates Stück Filet zu kaufen, das mir auf dem Grill dann auch noch auf den Punkt gelungen ist, insofern war der Abend gerettet.

Habe mich mit Kirsten zusammengesetzt, um mal zu klären, was da zwischen uns schiefgelaufen war in den vergangenen eineinhalb Jahren, aber letzlich Braii night again, zusammen mit der World ARC 2017 weiterlesen

Waschtag

Auch wenn ich noch gar kein Fahrtensegler bin, auch das gehört hin und wieder dazu: Wäsche waschen.

Als ich im Juli das letzte Mal hier war, habe ich die paar Slips und T-Shirts einfach von Hand in einer Schüssel an Bord gewaschen, als Dauerlösung ist das aber eher unbefriedigend. Weil ich nun andererseite nicht sinnlos meine schmutzige Wäsche 9.500Km in der Gegend umherfliegen wollte, nur um sie dann zu Hause in die Maschine zu schmeißen und nächstes Mal wieder mit her zu fliegen, habe ich heute erstmals die vom Club aufgestellten Waschmaschinen genutzt und traf dabei Kerstin wieder. (Ehefrau von Helmut und immerhin auch schon seit 7 Jahren mit ihm unterwegs).

Wißbegierig, wie ich nun mal bin, unterhielten wir uns über alles mögliche, was ihren Segler-Alltag betraf und stellten dabei fest, daß eine Waschmaschine an Bord eigentlich eine tolle Sache wäre, wenn man denn Platz dafür hätte, denn auf Dauer sei es doch ganz schön nervig, entweder von Hand waschen, oder die Wäsche zum Waschen an Land schleppen zu müssen. Wie die meisten Weltumsegler in ihren Büchern berichten, ist das Liegen in Marinas unterwegs ohnehin eher die große Ausnahme, und vor Anker liegen der Normalzustand, was das mit dem „Wäsche an Land bringen“ und vor allem auch trocken wieder zurück, nicht unbedingt einfacher macht, so denn überhaupt eine Waschgelegenheit an Land in erreichbarer Nähe ist. Von der Schlepperei mal ganz abgesehen.

Nun ist mangelnder Platz auf einem von einer (oder zwei?) Personen bewohnten 11m-Katamaran nicht wirklich das große Problem, das sieht auf einem 11m-Monohull sicher ganz anders aus, und da ich mich mit dem Thema schon früher mal am Rande beschäftigt hatte (ganz besonders nachdem ich „Bumfuzzle“ gelesen hatte, die sich ebenfalls ausführlich über das Thema Wäschereien in exotischen Ländern und deren Arbeitsqualität ausgelassen haben), werde ich neben dem ohnehin eingeplanten Watermaker noch eine Camping-Waschmaschine mit auf die todo-Liste setzen. Kosten nicht wirklich Geld, laufen mit gerade mal 260W Energieverbrauch auch über Inverter aus der Batteriebank und nehmen kaum mehr Platz ein, als ein großer Mülleimer. Bischen Luxus an Bord ist der Fahrtenseglermoral sicher förderlich >:-)

Zeichen und Wunder

Ich hatte ja schon fast die Hoffnung aufgegeben, mein am 1.12. versandtes Paket noch persönlich hier in Empfang nehmen zu können, aber allen Befürchtungen zum Trotz: Gestern bei meinem täglichen „isses schon da“-Besuch im Office sah ich es schon von weitem. Kaum 21 Tage unterwegs. Ok, es ist Weihnachtszeit, und mutmaßlich war ich nicht der einzige, der ein Paket verschickt hat, aber drei Wochen Postlaufzeit für ein simples 20Kg-Paket erscheint mir heutzutage doch ein ganz klein wenig übertrieben, das ging ja vor 35 Jahren schon schneller (auch wenn Mutters beigelegte Tannenzweige das damals trotzdem nicht überlebt und sich unterwegs ihrer Nadeln entledigt hatten). Also, Notiz an mich: Nächstes Mal 14 Tage eher versenden wenn in dem Paket irgendwas ist, was noch eingebaut oder sonstwie verwurstet werden soll …

Paket
Laut Aufkleber wurde das Paket „amtlich geöffnet“. Weiter als bis zur zweiten von insgesamt vier Verpackungsschichten sind sie dabei allerdings offenbar nicht vorgedrungen :-)

Da mir inzwischen leicht die Zeit davonläuft, schließlich ist morgen schon wieder Rückflugtag, habe ich mich wenigstens noch dazu aufgerafft, zwei der endlich eingetroffenen Fenster einzubauen. Die Verkabelung von NMEA2000, Funke und sonstigem E-Gerödel muß dann halt bis zum nächsten Besuch warten.

2015-12-22 17.05.18
Boah, ich kann raus sehen!

 

Bilge aufhübschen, Teil 2

Heute morgen um 7h war es mit nur 27° vielversprechend „kühl“, also stürzte ich mich nach dem Frühstück erneut in die Tiefe der Bilge, um die Pinselei endlich abzuschließen. Das dabei zur Verwendung gekommene Danboline in Panzerkreuzergrau war zwar nicht meine erste Wahl, aber leider alternativlos. Weiß, oder wenigstens Cremefarben hätte mir, zugegeben, besser gefallen, gab’s aber nicht. Egal, ist ja auch nur eine Bilge. Jetzt muß eigentlich nur der Motor noch laufen und irgendwann wieder rein, dann bin ich theoretisch abfahrbereit. :-)

Nachdem ich damit durch war, fing ich an, die Nav-Station planmäßig umzubauen. Da der Vorbesitzer das SSB-Funkgerät ausgebaut hat und ich zumindest vorläufig auch kein neues einbauen will, flogen in der Navi-Ecke jede Menge derzeit unbenutzte Kabel raus, die ich erstmal sauber rauslöste und an die Seite band. Wer weiß, vielleicht lege ich mir ja doch noch irgendwann auch ein entsprechendes Funkgerät zu, und kann die dann weiternutzen. Der Antennentuner und die 7m-Peitschen-Antenne sind immerhin auch noch da und die Kabel bis zur Navi-Ecke verlegt. Die Funke selbst kann dann ja so schwer nicht mehr anzuschließen sein.

Auch das antike VHF-Funkgerät und das mindestens 15 Jahre alte „Navman Tracker“ fielen den Umbauten zum Opfer. Hier wird dann doch künftig „etwas“ aktuellere Navi-Elektronik Einzug halten. Das einzubauende Garmin VHF200i und das GMI10 Multifunktionsinstrument hatte ich zwar mitgebracht, kann sie aber noch nicht anschließen, weil die ganzen Kabel in dem am 1.12. von mir abgeschickten Paket liegen, das bis heute noch nicht eingetrudelt ist. DHL behaupten auf ihrer Tracking-Seite, daß es schon am 14.12. angeblich einen erfolglosen Zustellversuch gab, komisch nur, daß hier im Office überhaupt niemand was davon weiß. Wenn die DHL-Hanseln das Ding tatsächlich wieder zurückgeschickt haben, werde ich glaub ich echt sauer  :-(

Bei der Einpasserei fiel mir auf, daß in dem ganzen Kutter offenbar keinerlei rechte Winkel oder parallele Linien vorhanden sind. Nur gut, daß ich die Blenden für die Navi-Ecke zwar zu Hause schon ausgefräst, aber noch recht großzügige Einbauzuschnitte mit eingerechnet hatte. Da muß ich wohl nochmal mit der Säge ran… Überhaupt scheint es die Firma Dean mit präziser Maßarbeit nicht so wirklich gehabt zu haben: Nachdem ich letzte Woche bereits eine der Biminischeiben zugesägt hatte, fiel mir auf, daß die nur auf der Backbordseite in die Führungsschienen paßt; auf der Steuerbordseite sitzen die Schienen einen cm enger, aber dafür ist die Scheibe 2cm länger. Gut, daß ich nicht nur diese Seite gemessen hatte …